Mikl-Leitner: "Perspektiven 2010 soll Gutes bewahren und Neues zulassen"

Neue Rahmenbedingungen für eine moderne Familienpolitik

St. Pölten (NÖI) - "Mit den Perspektiven 2010 hat sich die ÖVP viel vorgenommen. Ein spannender Prozess hat begonnen, denn es geht dabei vor allem darum, Gutes zu bewahren und Neues zuzulassen. So soll auf der einen Seite der Spagat zwischen Tradition und Moderne geschaffen werden und auf der anderen Seite der Schnelllebigkeit unserer Zeit mit Zielen und Lösungen begegnet werden", erklärt die Leiterin der Perspektivengruppe für Familie und Kinder, Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner, anlässlich einer Pressekonferenz mit den Experten Prof. Dr. Rotraud Perner und Prof. Dr. Wolfgang Mazal.

Mikl-Leitner zeigte sich von dem Interesse, das die Expertengruppe Familie und Kinder überwältigt. So sind es bereits 500 Menschen, die sich aktiv in die Diskussion einbringen und mitarbeiten. Die Landesrätin versichert in diesem Zusammenhang, dass genauso breit, wie das Thema "Familie und Kinder" ist, genauso breit auch die Diskussion rund um dieses Thema sein solle und müsse. So wissen wir, dass die Familie von heute vor ganz anderen Herausforderungen steht, als die Familien von gestern. Immer mehr Alleinerzieherinnen, Patchwork - Familien und geschiedene Menschen sind Teil unserer Gesellschaft und setzen neue Ansprüche und Herausforderungen. Geändert haben sich aber auch die starren Rollenverteilungen innerhalb der Familien. Während früher die Frau meist ausschließlich für Kinder und Familie zuständig war und der Mann für den Broterwerb bzw. Erhalt der Familie, sind heute bereits mehr als 60 % der Frauen berufstätig. Das heißt: 60 % der Frauen vereinbaren heute Familie und Beruf. Das erfordert natürlich eine Anpassung der Rahmenbedingungen, weil heute die Frauen nicht mehr für Entweder Oder entscheiden müssen, sondern beides möglich sein muss, so Mikl-Leitner.

An der Diskussion rund um die Vereinbarkeit stört Mikl-Leitner die Reduzierung in der Diskussion auf die bloße Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen. Dieses Thema sei nämlich viel komplexer, als, dass es sich auf Kinderbetreuungsplätze reduzieren lässt. Die zentrale Frage hier ist, was wir für unsere Familien tun können, um sie dabei zu unterstützen und sie dazu zu motivieren, "Ja zum Kind" zu sagen. Um das zu erreichen sieht Mikl-Leitner drei Eckpfeiler. Zum Ersten die finanzielle Unterstützung, zum Zweiten die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen - in Niederösterreich gilt hier das Motto "Jeder, der einen Kinderbetreuungsplatz braucht, bekommt ihn auch", so Mikl-Leitner. Dafür sorgt eine eigene Kinderbetreuungshotline. Der dritte Eckpfeiler ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wo auch die Wirtschaft gefragt und gefordert sei. Es müsse aber auf alle Fälle zu einer "Win - Win" - Situation von Kindern, Unternehmen und Eltern kommen.

Das Thema Familie und Kinder soll am Mittwoch, dem 21. März um 16.00 im EVN - Forum, EVN - Platz, 2344 Maria Enzersdorf, breit mit Experten und Interessierten, diskutiert werden. Alle, die Interesse an dieser Veranstaltung haben, sind herzlich dazu eingeladen.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 02742/9020 - 140
http://www.vpnoe.at

VP Niederösterreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV0003