ANSCHOBER bei grünem Europakongress in Berlin: nicht nur Glühbirnen -Energieschleudern generell europaweit verbieten

Grüne legen Detailkonzept für Klimaschutz in Europa vor - 30 Prozent weniger CO2 bis 2020 und 80 Prozent Verringerung bis 2050 durch 10-Punkte-Programm machbar

Linz (OTS) - Beim grünen Europakongress in Berlin legten Europas Grüne gestern in Berlin ein umfassendes Programm für die Klimarettung vor: durch ein 10-Punkte-Programm mit dem Schwerpunkt Energieeinsparung und Ausbau der Erneuerbaren Energieträger könnte laut einer heute präsentierten Studie des Ökoinstituts Berlin europaweit die CO2-Emission bis 2020 um 30% und bis 2050 um 80% verringert werden. Die Grünen fordern, dass die EU-Ratsziele von vergangenem Freitag auf diese ambitionierteren Ziele nachgebessert werden.
Gelingen soll dies durch ein Detailkonzept für die Energiewende weg von Öl und Kohle mit dem Schwerpunkt Energieeinsparung: Europas Energieverbrauch soll bis 2020 um bis zu 25% verringert werden -durch den Einsatz neuer Technologien, durch steuerliche Belohnungssysteme und vor allem durch eine rasche Umsetzung der Öko-Design-Richtlinie der EU, die nach Vorstellung der Grünen bis 2010 die größten Energieschleudern vom Markt nehmen soll.

Oberösterreichs Umwelt- und Energielandesrat, der in Berlin zum Thema Energieeffizienz referierte: "Es ist längst selbstverständlich, dass Produkte, die den Sicherheitsstandards nicht entsprechen, keine Marktzulassung erhalten. In Zukunft muss es selbstverständlich werden, dass energieineffiziente Elektrogeräte, die Energieschleudern darstellen, schrittweise ihre Marktzulassung verlieren. Vorbild sollte dabei das Top-Runner-Prinzip sein, das in Japan seit Jahren erprobt ist und den jeweils besten Energieeffizienzstandard nach einer Übergangsphase zum Mindeststandard macht. Japan kann so den Stromverbrauch z.B. von Computern innerhalb weniger Jahre um fast 90 Prozent verringern."

Untermauert wird das Europa-Klimaschutzprogramm der Grünen durch eine Studie des Ökoinstitutes Berlin, die ebenfalls heute präsentiert wurde und wissenschaftlich belegt, dass die Klimaziele der Grünen bei gleichzeitigem schrittweisen Atomausstieg realistisch machbar sind. Grundvoraussetzung dafür sind nach Überzeugung der Grünen, dass die EU noch während der deutschen Ratspräsidentschaft auch die Maßnahmenpakete für eine umfassende Energiewende verringert und die harte Pönalen für den Fall der Verfehlung der Ziele durch die Mitgliedsstaaten festgelegt werden.
Anschober abschließend: "Es gab in den letzten 15 Jahren bereits eine ganze Serie von ambitionierten Klimaschutzzielen. Das Torontoziel, das von 1988 bis 2005 eine Emissionseinsparung von 20 % zum Ziel hatte, das Klimabündnisziel mit einer angestrebten CO2-Reduktion von 50% bis 2010, das Kyotoziel, bei dem sich Europa von 1990 bis 2012 zu einer Emissionseinsparung um 8 Prozent verpflichtet hatte. Alle diese Ziele wurden dramatisch verfehlt. Diesmal müssen die Ziele von Beginn an mit Leben und konkreten Verpflichtungen und Maßnahmen erfüllt werden und dürfen nicht wieder zu Lippenbekenntnissen verkommen. Denn das Zeitfenster für die Einleitung der Klimarettung beträgt nur wenige Jahre. Die aktuellen Beschlüsse sind daher die letzte Chance."

Rückfragen & Kontakt:

Büro Landesrat Rudi Anschober
Thomas Peter Stadlbauer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0664/546 33 10
mailto: thomas.stadlbauer@ooe.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRO0001