• 18.03.2007, 10:15:45
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ANSCHOBER bei grünem Europakongress in Berlin: nicht nur Glühbirnen -Energieschleudern generell europaweit verbieten

Grüne legen Detailkonzept für Klimaschutz in Europa vor - 30 Prozent weniger CO2 bis 2020 und 80 Prozent Verringerung bis 2050 durch 10-Punkte-Programm machbar

Linz (OTS) - Beim grünen Europakongress in Berlin legten Europas
Grüne gestern in Berlin ein umfassendes Programm für die Klimarettung
vor: durch ein 10-Punkte-Programm mit dem Schwerpunkt
Energieeinsparung und Ausbau der Erneuerbaren Energieträger könnte
laut einer heute präsentierten Studie des Ökoinstituts Berlin
europaweit die CO2-Emission bis 2020 um 30% und bis 2050 um 80%
verringert werden. Die Grünen fordern, dass die EU-Ratsziele von
vergangenem Freitag auf diese ambitionierteren Ziele nachgebessert
werden.
Gelingen soll dies durch ein Detailkonzept für die Energiewende weg
von Öl und Kohle mit dem Schwerpunkt Energieeinsparung: Europas
Energieverbrauch soll bis 2020 um bis zu 25% verringert werden -
durch den Einsatz neuer Technologien, durch steuerliche
Belohnungssysteme und vor allem durch eine rasche Umsetzung der
Öko-Design-Richtlinie der EU, die nach Vorstellung der Grünen bis
2010 die größten Energieschleudern vom Markt nehmen soll.

Oberösterreichs Umwelt- und Energielandesrat, der in Berlin zum Thema
Energieeffizienz referierte: "Es ist längst selbstverständlich, dass
Produkte, die den Sicherheitsstandards nicht entsprechen, keine
Marktzulassung erhalten. In Zukunft muss es selbstverständlich
werden, dass energieineffiziente Elektrogeräte, die Energieschleudern
darstellen, schrittweise ihre Marktzulassung verlieren. Vorbild
sollte dabei das Top-Runner-Prinzip sein, das in Japan seit Jahren
erprobt ist und den jeweils besten Energieeffizienzstandard nach
einer Übergangsphase zum Mindeststandard macht. Japan kann so den
Stromverbrauch z.B. von Computern innerhalb weniger Jahre um fast 90
Prozent verringern."

Untermauert wird das Europa-Klimaschutzprogramm der Grünen durch eine
Studie des Ökoinstitutes Berlin, die ebenfalls heute präsentiert
wurde und wissenschaftlich belegt, dass die Klimaziele der Grünen bei
gleichzeitigem schrittweisen Atomausstieg realistisch machbar sind.
Grundvoraussetzung dafür sind nach Überzeugung der Grünen, dass die
EU noch während der deutschen Ratspräsidentschaft auch die
Maßnahmenpakete für eine umfassende Energiewende verringert und die
harte Pönalen für den Fall der Verfehlung der Ziele durch die
Mitgliedsstaaten festgelegt werden.
Anschober abschließend: "Es gab in den letzten 15 Jahren bereits eine
ganze Serie von ambitionierten Klimaschutzzielen. Das Torontoziel,
das von 1988 bis 2005 eine Emissionseinsparung von 20 % zum Ziel
hatte, das Klimabündnisziel mit einer angestrebten CO2-Reduktion von
50% bis 2010, das Kyotoziel, bei dem sich Europa von 1990 bis 2012 zu
einer Emissionseinsparung um 8 Prozent verpflichtet hatte. Alle diese
Ziele wurden dramatisch verfehlt. Diesmal müssen die Ziele von Beginn
an mit Leben und konkreten Verpflichtungen und Maßnahmen erfüllt
werden und dürfen nicht wieder zu Lippenbekenntnissen verkommen. Denn
das Zeitfenster für die Einleitung der Klimarettung beträgt nur
wenige Jahre. Die aktuellen Beschlüsse sind daher die letzte Chance."

Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober
Thomas Peter Stadlbauer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0664/546 33 10
mailto: [email protected]

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