• 14.03.2007, 14:11:46
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IV-Präsident Sorger: Ausbau des 380kV-Ringes unerlässlich für sichere Energieversorgung

Investitionswillen der Unternehmen nicht durch übertriebene und unrealistische Auflagen behindern

Wien (OTS) - Wien (PdI) Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt
die Entscheidung des Umweltsenats zur Errichtung einer 380kV-Leitung
in der Steiermark und im Burgenland als "längst überfällig zur
Sicherung der Energieversorgung für Industrie und Haushalte
gleichermaßen. Die Frage sicherer und leistbarer Energieversorgung
ist eine der wichtigsten Säulen des Industriestandortes Österreich im
internationalen Wettbewerb. Daher muss das österreichische
Hochspannungsnetz dringend ausgebaut werden und seine Kapazität
erhöhen", erklärte IV-Präsident Dr. Veit Sorger dazu heute, Mittwoch.
Nun gilt es, den Bescheid in die Tat umzusetzen und die Lücken im 380
kV-Netz ohne weitere Verzögerungen und nach dem höchsten Stand der
Technik zu schließen. Eine Verkabelung stelle aus betrieblichen,
technischen, energiewirtschaftlichen und ökologischen Gründen
jedenfalls keine Alternative zur Freileitung dar.

"Eine Investition eines energieintensiv produzierenden
Industrieunternehmens in Höhe von 500 Millionen Euro - das entspricht
einer Papiermaschine - generiert in der gesamten Wirtschaft eine
Bruttoproduktion im Ausmaß von insgesamt (direkt und indirekt) 776
Mio. Euro und bis zu 9.000 Arbeitsverhältnisse", so der IV-Präsident.
"Der tatsächliche ,Schaden’ einer wegen unsicherer Stromversorgung
nicht getätigten Investition übersteigt daher signifikant das
ursprüngliche Investitionsvolumen. Die österreichische Industrie
braucht daher politischen Durchsetzungswillen sowie schnellere und
effizientere Planungs- und Genehmigungsverfahren statt weiterer
Hürden für Investitionen im Land", betonte Sorger weiter.

Die Industrie fordere seit Jahren neben dem Ausbau und der
Verbesserung der Stromnetze mit Lückenschluss der 380-kV-Leitungen
ausreichende Leitungskapazitäten für den Gastransport, die Einführung
von Infrastruktur-Korridoren im Rahmen des Flächenwidmungsplanes und
den weiteren Ausbau des Kraftwerkparks. Insgesamt brauche der
Standort einen langfristigen Energie-Generalplan.
Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit oder
internationale Abhängigkeit dürften künftig nicht mehr als
wirtschaftspolitische Einzelthemen behandelt, sondern müssten als
Einheit betrachtet werden. Entscheidend sei die gesamtwirtschaftliche
Betrachtung, so Sorger.

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