• 13.03.2007, 11:23:41
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Meisterwerke der intellektuellen Durchdringung

Burgstaller: Komik finden, wo andere längst verzweifeln / Überreichung des René-Marcic-Preises 2007 an Thomas Wizany

Salzburg (OTS) - "Thomas Wizany ist einer der geistreichsten,
lustigsten und - im positiven Sinn - respektlosesten Karikaturisten.
Einerseits entstellt er uns bis zur Kenntlichkeit, andererseits
stellt er niemanden bloß. Er ringt Situationen Komik ab, in denen
andere längst schon verzweifeln", betonte Landeshauptfrau Mag. Gabi
Burgstaller heute, Dienstag, 13. März, bei der Verleihung des
René-Marcic-Preises 2007 an den Karikaturisten und Architekten Mag.
Thomas Wizany in Salzburg.

"Wizany hat sich in der österreichischen Zeitungslandschaft mit
den Möglichkeiten der Zeichenkunst den Rang eines herausragenden
Beobachters und Kritikers des Zeitgeschehens geschaffen", zitierte
Burgstaller die Jury. "Wizanys Karikaturen in den Salzburger
Nachrichten sind in ihrer Auseinandersetzung mit den Themen der
aktuellen Berichterstattung Meisterwerke der intellektuellen
Durchdringung, zum anderen aber immer auch geprägt durch
nachsichtiges Einfühlungsvermögen in menschliche Schwächen und
Widersprüche", so Burgstaller weiter. Er habe die Gabe zu entlarven,
ohne zu verletzen. Karikaturist sei ein hoch politischer Job, und
Wizany ein hoch politischer Mensch. "Weil in der Überspitzung viel
deutlicher wird, was sprachlich oft einfach nicht dargestellt werden
kann", sagte Burgstaller. Nicht umsonst sei der "Flüsterwitz" von den
Diktatoren gefürchtet gewesen.

Als der Karikaturist Helmut Vogl von den Salzburger Nachrichten
zur Kronen Zeitung ging, empfahl er den jungen Thomas Wizany als
seinen Nachfolger. "Das war der eigentliche Beginn der Karriere eines
der besten Karikaturisten unseres Landes und auch der Beginn einer
langjährigen, innigen Berufspartnerschaft zwischen Thomas Wizany und
den Salzburger Nachrichten, die von 1987 bis heute ununterbrochen
anhält." Das betonte ORF-Moderatorin Ilse Spadlinek anschließend bei
ihrer Laudatio auf den mit dem René-Marcic-Preis ausgezeichneten
Karikaturisten Thomas Wizany.

Thomas Wizany wurde 1967 in Salzburg geboren. Seine Eltern haben
sein Talent zum Zeichnen gefördert und den Sohn immer wieder auf die
Karikaturen von Helmut Hütter und Helmut Vogl in den Salzburger
Nachrichten aufmerksam gemacht, so Spadlinek. Ein frühes Vorbild war
Mordillo, die Knollenmännchen und der hintergründige Humor des
Spaniers haben Wizany fasziniert. Sein Weg ging aber zunächst
zielstrebig in Richtung Architektur, er machte 1992 seinen Abschluss
an der Akademie der bildenden Künste in Wien und besuchte die
Meisterklasse Gustav Peichls, seines großen Lehrers. Nach
Studienaufenthalten in Frankreich und in Italien begann er 1993 als
Architekt zu arbeiten und sich als freier Karikaturist und
Illustrator zu bewähren. Er zeichnete für die Salzburger Nachrichten,
für den "Spiegel", als es sie noch gab für die "Arbeiterzeitung", er
illustrierte Bücher und entwarf Cartoons für die Werbung. Er plante
und baute Privathäuser und er gestaltete Firmengebäude um. Er ist
erfolgreich in beiden Disziplinen, in beiden gewann er Preise und
Auszeichnungen.

Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at

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