Meisterwerke der intellektuellen Durchdringung

Burgstaller: Komik finden, wo andere längst verzweifeln / Überreichung des René-Marcic-Preises 2007 an Thomas Wizany

Salzburg (OTS) - "Thomas Wizany ist einer der geistreichsten, lustigsten und - im positiven Sinn - respektlosesten Karikaturisten. Einerseits entstellt er uns bis zur Kenntlichkeit, andererseits stellt er niemanden bloß. Er ringt Situationen Komik ab, in denen andere längst schon verzweifeln", betonte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Dienstag, 13. März, bei der Verleihung des René-Marcic-Preises 2007 an den Karikaturisten und Architekten Mag. Thomas Wizany in Salzburg.

"Wizany hat sich in der österreichischen Zeitungslandschaft mit den Möglichkeiten der Zeichenkunst den Rang eines herausragenden Beobachters und Kritikers des Zeitgeschehens geschaffen", zitierte Burgstaller die Jury. "Wizanys Karikaturen in den Salzburger Nachrichten sind in ihrer Auseinandersetzung mit den Themen der aktuellen Berichterstattung Meisterwerke der intellektuellen Durchdringung, zum anderen aber immer auch geprägt durch nachsichtiges Einfühlungsvermögen in menschliche Schwächen und Widersprüche", so Burgstaller weiter. Er habe die Gabe zu entlarven, ohne zu verletzen. Karikaturist sei ein hoch politischer Job, und Wizany ein hoch politischer Mensch. "Weil in der Überspitzung viel deutlicher wird, was sprachlich oft einfach nicht dargestellt werden kann", sagte Burgstaller. Nicht umsonst sei der "Flüsterwitz" von den Diktatoren gefürchtet gewesen.

Als der Karikaturist Helmut Vogl von den Salzburger Nachrichten zur Kronen Zeitung ging, empfahl er den jungen Thomas Wizany als seinen Nachfolger. "Das war der eigentliche Beginn der Karriere eines der besten Karikaturisten unseres Landes und auch der Beginn einer langjährigen, innigen Berufspartnerschaft zwischen Thomas Wizany und den Salzburger Nachrichten, die von 1987 bis heute ununterbrochen anhält." Das betonte ORF-Moderatorin Ilse Spadlinek anschließend bei ihrer Laudatio auf den mit dem René-Marcic-Preis ausgezeichneten Karikaturisten Thomas Wizany.

Thomas Wizany wurde 1967 in Salzburg geboren. Seine Eltern haben sein Talent zum Zeichnen gefördert und den Sohn immer wieder auf die Karikaturen von Helmut Hütter und Helmut Vogl in den Salzburger Nachrichten aufmerksam gemacht, so Spadlinek. Ein frühes Vorbild war Mordillo, die Knollenmännchen und der hintergründige Humor des Spaniers haben Wizany fasziniert. Sein Weg ging aber zunächst zielstrebig in Richtung Architektur, er machte 1992 seinen Abschluss an der Akademie der bildenden Künste in Wien und besuchte die Meisterklasse Gustav Peichls, seines großen Lehrers. Nach Studienaufenthalten in Frankreich und in Italien begann er 1993 als Architekt zu arbeiten und sich als freier Karikaturist und Illustrator zu bewähren. Er zeichnete für die Salzburger Nachrichten, für den "Spiegel", als es sie noch gab für die "Arbeiterzeitung", er illustrierte Bücher und entwarf Cartoons für die Werbung. Er plante und baute Privathäuser und er gestaltete Firmengebäude um. Er ist erfolgreich in beiden Disziplinen, in beiden gewann er Preise und Auszeichnungen.

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