Die österreichische Versicherungswirtschaft 2006: Mildes Wachstum geprägt von hohen Leistungen

Wien (OTS) - Auch 2006 entwickelte sich die heimische Versicherungswirtschaft positiv steigend - mit einem Wachstum von rund 1,9% allerdings etwas weniger dynamisch als in den Jahren zuvor. Den vermehrten Prämieneinnahmen stehen aber auch hohe Leistungen im Schadens- wie auch im Lebensbereich gegenüber.

Erste Berechnungen zeigen für 2006 ein etwas weniger dynamisches Wachstum als in den Jahren zuvor, allerdings verzeichnen nach wie vor alle Sparten Prämienzunahmen.

Insgesamt vermerkt die österreichische Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr eine Steigerung der Prämieneinnahmen um 1,9 Prozent auf 15,582 Milliarden Euro. Für das abgemilderte Wachstum war vor allem der Rückgang an Einmalerlägen in der Lebensversicherung verantwortlich. Auf der Leistungsseite mit einer Steigerung von 10,4% auf 9,701 Milliarden Euro schlugen vor allem die enormen Winterschäden 2005/2006, aber auch die hohen Zahlungen aus abreifenden Lebensversicherungen durch.

Nach vorläufigen, ersten Prognosen wird sich das Gesamtprämienaufkommen 2007 wieder deutlich erholen und auf etwa 3,9 Prozent anwachsen.

Lebensversicherung

Mit einem Plus von 0,8 Prozent erhöhte sich das Prämienvolumen der Lebensversicherung 2006 auf 7,181 Milliarden Euro. Rückgänge bei Einmalerlägen und bei der reinen Rentenversicherung wurden durch besonders hohe Zuwächse in der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge aufgefangen. Mit einer Erhöhung des Prämienvolumens von 455 Millionen Euro auf ca. 619 Millionen Euro erwies sie sich einmal mehr als der Österreicher liebste Form der Lebensversicherung. Bisher wurden bereits rund eine Million Verträge zu diesem Produkt abgeschlossen.

Dem gegenüber stehen hohe Leistungen aus abreifenden Rentenverträgen, ausgelöst durch die Rücknahme von Steuerförderungen im Sommer 1996 und den zuvor einsetzenden Einmalerlagsboom 1996/96. Insgesamt wurden 3,971 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 15,6%, an die Kundinnen und Kunden der Lebensversicherung ausbezahlt.

Für 2007 dürfte sich in der Lebensversicherung wieder ein Wachstum von etwa 5,1 Prozent ergeben.

Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Für 2006 weist sie ein voraussichtliches Plus von 2,8 Prozent auf 1,437 Milliarden Euro auf. Die Leistungen nahmen um 0,4 Prozent auf 993 Millionen Euro zu.

Eine erste Prognose weist für die Krankenversicherung 2007 ein Wachstum von rund 2,7 Prozent aus.

Schaden-Unfallversicherung

Das Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflichtversicherung) wuchs 2006 auf 6,964 Milliarden Euro an und zeigt somit eine Steigerung von 2,8 Prozent. Die Versicherungsleistungen in der Schaden-Unfallversicherung beliefen sich 2006 auf ca. 4,737 Milliarden Euro - macht ein Plus von 8,6 Prozent. Dafür zeichnen vor allem die enormen Schneedruckschäden des langen Winters 2005/2006 verantwortlich.

Für 2007 wird ein Wachstum der Schaden-Unfallversicherung um ca. 2,9 Prozent prognostiziert.

Für die Kfz-Haftpflicht alleine wird 2007 mit einem Plus von 1,4 Prozent gerechnet.

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