• 11.03.2007, 10:40:18
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Gesundheitsministerin Kdolsky bei EU-Ministerkonferenz über HIV/AIDS in Bremen: Nur gemeinsam ist AIDS zu besiegen

Wien (OTS) - Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky nimmt morgen,
Montag, an einer EU-Ministerkonferenz in Bremen teil, die sich mit
den internationalen Strategien zur Bekämpfung der AIDS-Epidemie
beschäftigt.

"Der Kampf gegen HIV/AIDS ist eine der größten Herausforderungen
im Bereich der globalen Gesundheitspolitik. Pro Jahr infizieren sich
fünf Millionen Menschen - vorwiegend junge Frauen mit HIV", so
Kdolsky. "Durch die zunehmende Mobilität der Menschen, betrifft diese
Gefahr nicht nur Entwicklungsländer in Afrika sondern alle Staaten
dieser Welt. In Europa zeigen die jüngsten Entwicklungen, das
dramatisch hohe Infektions-Raten in verschiedenen Bevölkerungsgruppen
ein konstanter Risikofaktor für die weitere Verbreitung dieser
Immunschwächekrankheit sind. Wir müssen deshalb gemeinsam, über
Staatengrenzen hinweg, den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen,
sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung."

In Österreich zeige die jährliche Zahl von 450 Neuinfektionen,
dass die HIV/AIDS Epidemie auch bei uns nach wie vor nicht zum
Stillstand gekommen sei. Zunehmende Sorglosigkeit und mangelndes
Wissen bergen das stete Risiko eines Wiederaufflammens der Epidemie
auch in Österreich. Alte und neue Erkenntnisse müssten daher in eine
verstärkte Aufklärung einfließen. Zielgruppen seien vor allem
Heranwachsende für die HIV/AIDS sein bedrohendes Gesicht verloren hat
und Risiko-Gruppen am Rande der Gesellschaft.

Die Gesundheitsministerin verwies in diesem Zusammenhang auch auf
die wichtige Rolle der österreichischen AIDS-Hilfen. "Bereits Mitte
der achtziger Jahre wurden die Zivilgesellschaft und zahlreiche NGO´s
in die Prävention und Aufklärung eingebunden. Die kontinuierliche
Förderung der AIDS-Hilfen und die enge Zusammenarbeit mit ihnen haben
dazu geführt, dass sie essentielle Träger der individuellen
Prävention, der Antidiskriminierung und des freien Zugangs zu
kostenloser anonymer Testung sind. Sie decken sowohl den Schulbereich
als auch den Zugang zu Hochrisikogruppen ab."

Die Gesundheitsbehörde konnte sich daher von Anfang an auf
regulatorische Bereiche und andere Kernbereiche wie Blutsicherheit,
Sicherheit von Hämoderivaten, Spitalshygiene, Qualitätskontrolle in
der Testung und Therapie konzentrieren.

Im gemeinsamen, staatenübergreifenden Kampf gegen AIDS wurden
bereits während der österreichischen EU-Präsidentschaft wichtige
Schritte gesetzt. Sowohl beim G-8 Gesundheitsministertreffen im April
2006 in Moskau als auch dem G8-Gipfel im Juli 2006 in St.Petersburg
arbeitete die Staatengemeinschaft an effizienten Strategien. "Diesen
eingeschlagenen Weg müssen wir zügig fortsetzen, um die globale
Bedrohung durch AIDS abzuwenden und damit Millionen Familien auf der
ganzen Welt vor Krankheit, Tod und Leid zu schützen", so Kdolsky
abschließend.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
   Mag. Jürgen Beilein
   Pressesprecher von Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky
   Tel: +43/1/71100-4309 
   Fax: +43/1/71100-14305 
   mailto:[email protected] 
   http://www.bmgfj.gv.at

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