Störfall in Temelin wesentlich gravierender als zugegeben - Risikoforscher bestätigt Temelingegner

Radioaktive Borsäure verseucht Aussenhülle des Reaktors - langwierige Dekontaminierung notwendig! Risikoforscher Prof. Kromp bestätigt Zweifel der Temelingegner

Linz (OTS) - "Nach Information der Temelinbetreiber ist beim 101. Störfall Borsäure in ein dafür vorgesehenes Auffangbecken geflossen. Dass diese Reinigung nun 14 Tage dauern soll, lässt berechtigte Zweifel über die wahrheitsgemäße Mitteilung des Betreibers über den Störfall aufkommen", so Manfred Doppler von atomstopp_oberoesterrreich.

"Nach unseren Informationen wurden durch das Leck, durch das die Borsäure ausgetreten ist, auch Leitungen und Isolierungen ausserhalb des Reaktors radioaktiv verseucht, die jetzt aufwendig und unter Strahlenschutz zerlegt und gereinigt werden müssen. Dies erklärt auch, dass die Dekontaminierung zwei Wochen lang dauert", so Manfred Doppler weiter.

Auch Univ. Prof. Wolfgang Kromp bestätigt gegenüber atomstopp_oberoesterreich, dass die Dauer der Arbeiten darauf hindeutet, dass der Störfall gravierender war als berichtet und nicht nur Reinigungsarbeiten sondern wahrscheinlich auch Reparaturen nötig sein werden

Seitens des AKW Betreibers und der Atomaufsichtsbehörde wird aber neuerlich versucht, den Störfall zu verharmlosen.

Völkerrechtsklage sofort einleiten

Die Serie der Störfälle, bei denen zunehmend der radioaktive Primärkreislauf betroffen ist, wird mehr und mehr alarmierend und die verharmlosende Meinung der Aufsichtsbehörde ist ein Skandal und rechtfertigt die Grenzblockaden am 14. März und die Forderung nach Einbringung der Völkerrechtsklage", so Andreas Reimer von atomstopp_oberoesterrreich abschließend.

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Manfred Doppler, Mobil: 0664 450 50 15
Andreas Reimer, Mobil: 0664 13 28 370

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