Christine Gubitzer zum Frauentag 2007: "Jeden Tag zum Frauentag machen"

Wien (OTS) - "Frauentag 8. März soll Frauen ermuntern, jeden Tag zum Frauentag zu machen", meint die Stv. Vorsitzende und Frauenchefin der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD).
Der Weltfrauentag erinnert an die mutigen Frauen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts die sich mit zahlreichen Demonstrationen an die Öffentlichkeit gewandt haben, um für ihre Rechte zu kämpfen. Zwei Hauptforderungen wurden erhoben, das Wahlrecht für Frauen und die gleiche Entlohnung. Die politischen Rechte der Frauen haben sich gut entwickelt und längst haben sich die Frauen das politische Parkett erobert.

Was die gleiche Entlohnung betrifft, so gibt es hier keine Erfolgsstory. Im Gegenteil, die Lohnschere zwischen Männern und Frauen öffnet sich eher, als dass sie sich schließt. Hier sind die Frauen im Nationalrat ebenso gefordert wie die Gewerkschafterinnen, vom Ziel nicht abzuweichen und den Kampf nicht aufzugeben.
Gerade jetzt in der Debatte um Pflege- und Betreuungsdienste darf die Bezahlung nicht ausgenommen werden. Betreuung von Menschen muss mehr Wert sein als Betreuung von materiellen Dingen. Bei der Entlohnung müssen Quervergleiche zu anderen, gleichwertigen Brachen gemacht werden, um zu einer gerechten Entlohnung zu kommen. Mindestlohntarife sind als Richtschnur nicht ausreichend. Die zu betreuenden Personen haben ein Recht auf Qualität, die Betreuerinnen und Betreuer ein Recht auf qualitätsvolle Arbeitsbedingungen, was Grundausbildung, Aus- und Weiterbildung, psychologische Berufsbegleitung und gerechte Bezahlung betrifft. Gute Arbeit können nur zufriedene Menschen verrichten.

"Gerechte Entlohnung für gleichwertige Arbeit" ist der gemeinsame Ruf der Milliarden Frauen in aller Welt.
Es ist unsere gemeinsame Verantwortung von Frauen und Männern in Politik und Gewerkschaft dem Ruf Gehör zu verschaffen und das Ziel von Gerechtigkeit bei der Entlohnung zu erreichen.

"Die Gewerkschaftsfrauen wollen sich in diesem Sinne anstrengen. Sie brauchen aber die Unterstützung durch eine große Schar von Mitgliedern, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Es ist jetzt für berufstätige Frauen genau der richtige Zeitpunkt, der Gewerkschaft beizutreten", betont Gubitzer.

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Christine Gubitzer, Vorsitzende Stellvertreterin GÖD
Tel.: 01/ 53 454 - 270

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