- 08.03.2007, 08:20:54
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Christine Gubitzer zum Frauentag 2007: "Jeden Tag zum Frauentag machen"
Wien (OTS) - "Frauentag 8. März soll Frauen ermuntern, jeden Tag
zum Frauentag zu machen", meint die Stv. Vorsitzende und Frauenchefin
der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD).
Der Weltfrauentag erinnert an die mutigen Frauen zu Beginn des
vorigen Jahrhunderts die sich mit zahlreichen Demonstrationen an die
Öffentlichkeit gewandt haben, um für ihre Rechte zu kämpfen. Zwei
Hauptforderungen wurden erhoben, das Wahlrecht für Frauen und die
gleiche Entlohnung. Die politischen Rechte der Frauen haben sich gut
entwickelt und längst haben sich die Frauen das politische Parkett
erobert.
Was die gleiche Entlohnung betrifft, so gibt es hier keine
Erfolgsstory. Im Gegenteil, die Lohnschere zwischen Männern und
Frauen öffnet sich eher, als dass sie sich schließt. Hier sind die
Frauen im Nationalrat ebenso gefordert wie die Gewerkschafterinnen,
vom Ziel nicht abzuweichen und den Kampf nicht aufzugeben.
Gerade jetzt in der Debatte um Pflege- und Betreuungsdienste darf die
Bezahlung nicht ausgenommen werden. Betreuung von Menschen muss mehr
Wert sein als Betreuung von materiellen Dingen. Bei der Entlohnung
müssen Quervergleiche zu anderen, gleichwertigen Brachen gemacht
werden, um zu einer gerechten Entlohnung zu kommen. Mindestlohntarife
sind als Richtschnur nicht ausreichend. Die zu betreuenden Personen
haben ein Recht auf Qualität, die Betreuerinnen und Betreuer ein
Recht auf qualitätsvolle Arbeitsbedingungen, was Grundausbildung,
Aus- und Weiterbildung, psychologische Berufsbegleitung und gerechte
Bezahlung betrifft. Gute Arbeit können nur zufriedene Menschen
verrichten.
"Gerechte Entlohnung für gleichwertige Arbeit" ist der gemeinsame
Ruf der Milliarden Frauen in aller Welt.
Es ist unsere gemeinsame Verantwortung von Frauen und Männern in
Politik und Gewerkschaft dem Ruf Gehör zu verschaffen und das Ziel
von Gerechtigkeit bei der Entlohnung zu erreichen.
"Die Gewerkschaftsfrauen wollen sich in diesem Sinne anstrengen.
Sie brauchen aber die Unterstützung durch eine große Schar von
Mitgliedern, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Es ist
jetzt für berufstätige Frauen genau der richtige Zeitpunkt, der
Gewerkschaft beizutreten", betont Gubitzer.
Rückfragehinweis:
Christine Gubitzer, Vorsitzende Stellvertreterin GÖD
Tel.: 01/ 53 454 - 270
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