• 07.03.2007, 10:44:55
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Frauentag: HAUBNER, PARTIK-PABLÈ: Fairness für Frauen!

BZÖ fordert 1.300 Euro brutto Mindestlohn, Abschaffung der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld, steuerliche Absetbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Wien (OTS) - Unter dem Motto "Fairness für Frauen" präsentierten
heute anlässlich des internationalen Frauentages die stv.
BZÖ-Klubobfrau Ursula Haubner und Dr. Helene Partik-Pablé das neue
BZÖ-Positionspapier "Politik für Frauen am Puls der Zeit". "Die
Bilanz der Politik des BZÖ für Frauen in den vergangenen Jahren ist
eindeutig positiv. Wir haben die Kindererziehungszeiten als echte
Pensionszeiten angerechnet, das Kinderbetreuungsgeld eingeführt,
insbesondere Alleinverdienerinnen durch die Steuerreform entlastet
und mit der Gründung der Familienallianz dafür gesorgt, dass auch die
Betriebe in die Verantwortung genommen werden, frauen- und
vereinbarkeitsfreundlich zu agieren", so Haubner, die daran
erinnerte, dass nur mehr 7 eigene Erwerbsjahre für den Bezug der
Pension notwendig seien und die restlichen Beitragsjahre durch
Kindererziehung und Pflege erworben werden können.

Haubner übte Kritik an der SPÖVP-Bundesregierung, die außer
gebrochenen Wahlversprechen bisher keine Ideen vorgebracht habe. "Man
versucht lediglich, Frauen wieder ideologisch zuzuordnen. Die Politik
hat aber nicht zu werten, sondern muss Frauen bei der Bewältigung von
Familie und Beruf unterstützen. Frauen sollen selbst entscheiden
können, ohne politische Vorgaben", so Haubner, die die Abschaffung
der Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld, die steuerliche
Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten sowie den Ausbau von
regional angepassten Dienstleistungen für die Tagesbetreuung von
Kindern und pflegebedürftigen Menschen forderte.

Die BZÖ-Angeordnete bekräftigte, dass es im Bereich der Familie um
ein partnerschaftliches Miteinander gehe. "Wir haben in unserer
Regierungszeit die Väterneteiligung beinahe verdreifacht. Jetzt gilt
es ein vorgezogenes Vätermonat einzuführen, um die Väter verstärkt
mit einzubeziehen. Die SPÖ tut jetzt nichts mehr und die Väter
verschwinden wieder in der Versenkung."

Haubner forderte kollektivvertragliche 1.300 Euro Mindestlohn brutto,
um die gerechte Entlohnung von Frauen zu gewährleisten. Hier seien
die Gewerkschaften in die Verantwortung zu nehmen. Insbesondere bei
"Arbeit auf Abruf" gebe es massive Missstände.

"Es ist zu hoffen, dass die positiven Maßnahmen für Frauen auch in
der Zukunft weitergeführt werden und nicht skurrile Ideen der SPÖ
Platz greifen. Skurrile Ideen haben nämlich Frauen schon in der
Vergangenheit nichts gebracht", sagte Haubner.

Dr. Helene Partik-Pablé betonte, dass die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf ein prioritäres Anliegen sei. Weiters sei es notwendig, die
vielen Frauen, die ältere oder behinderte Menschen pflegen, zu
entlasten. Das Pflegethema werde derzeit weder von SPÖ noch von der
ÖVP ernst genommen. "3000 Euro für eine Pflegekraft, wie es
ÖVP-Minister Bartenstein gefordert hat, kann sich niemand leisten.
Deshalb soll man das Au-Pair Modell auf Pflegepersonen umlegen, um
mit geringen Kosten einen optimalen Nutzen ziehen zu können."
Partik-Pablé forderte eine bessere sozialrechtliche Absicherung von
pflegenden Angehörigen ab Pflegestufe 3.

Abschließend verlangte die BZÖ-Politikerin die gesetzliche
Verankerung der gemeinsamen Obsorge. "Beide Eltern sollen, wenn dies
möglich ist, auch nach einer Trennung über die Fürsorge und Obsorge
ihres Kindes entscheiden." (Schluss)

Rückfragehinweis:
Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)

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