101. Störfall in Temelin - erneut Austritt von radioaktiver Kühlflüssigkeit

Sicherheitskultur in Temelin skandalös - Grenzblockaden am kommenden Mittwoch mehr als gerechtfertigt

Linz (OTS) - Gestern nachmittag traten erneut 1.100 Liter radioaktive Kühlflüssigkeit in Temelin aus. Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb weniger Tage und der insgesamt 16. Austritt von radioaktiv kontaminierter Flüssigkeit aus undichten oder offenen Leitungen.

"Diese Serie von Störfällen beweist, dass die Sicherheitskultur im Temelin skandalös ist und die Grenzblockaden mehr als gerechtfertigt sind", so Manfred Doppler von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion.
"Wir fordern den sofortigen Betriebsstopp von Temelin, bis die vereinbarten Nachrüstungen erfolgt sind", so atomstopp_oberoesterreich weiter und fordert von der österreichischen Bundesregierung die Einbringung einer Völkerrechtsklage gegen Tschechien wegen Bruch des Melker Abkommens. atomstopp_oberoesterreich wird kommenden Mittwoch gemeinsam mit niederösterreichischen Atomgegnern vier Grenzen blockieren um der Forderung auf Einleitung der Völkerrechtsklage Nachdruck zu verleihen. "Mit jeden Vorfall in Temelin steigt das Risiko enorm, dass der nächste Störfall nicht mehr kontrollierbar ist", so Andreas Reimer von atomstopp_oberoesterreich abschließend.

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Manfred Doppler Tel.: 0664 45 05 015
Andreas Reimer Tel.: 0664 132 83 70

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