- 05.03.2007, 12:01:49
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Schmied: EU-Bildungsprogramm "Lebenslanges Lernen" soll Leidenschaft für Bildung entfachen"
"Österreich bekommt 2007 15 Millionen Euro EU-Mittel für Bildung"
Wien (SK) - "LLL heißt für mich: Leidenschaft liebt Leistung" -
das sei ihre Devise bezüglich des EU-Bildungsprogramms "Lebenslanges
Lernen", mit dem "die Leidenschaft für Bildung und Weiterbildung
entfacht werden soll", betonte Unterrichtsministerin Claudia Schmied
Montagvormittag bei einer Pressekonferenz zum Thema "Lebenslanges
Lernen - Ziele & Umsetzung 2007 bis 2013". Spitzenleistungen könnten
vor allem dort erreicht werden, wo es gelingt, "Bildung stark mit
Motivation, Lust und Leidenschaft zu verbinden". Dazu werde
Österreich "offensiv in die Bildung investieren", so Schmied, die
unterstrich, dass "wir dafür sorgen werden, dass die nationale
Kofinanzierung zum europäischen Bildungsprogramm sichergestellt ist".
Bildungsinteressierten Menschen in Österreich stünden 2007
voraussichtlich 15 Millionen Euro an EU-Mitteln aus dem Programm
"Lebenslanges Lernen" für bildungsinteressierte Menschen zur
Verfügung, betonte die Unterrichtsministerin. ****
Mit Hilfe des Programms "Lebenslanges Lernen" - dem "größten
bisher dagewesenen Bildungsprogramm" - sollen nationale Grenzen
überwunden werden und die Idee Europas auch bezüglich der
Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen
Bereich vertieft werden, so Schmied. So sollen sich in 31
europäischen Ländern bis zu fünf Millionen Menschen am neuen
EU-Bildungsprogramm beteiligen, betonte Schmied mit Verweis darauf,
dass "Bildung, Innovation und Wirtschaftswachstum zusammengedacht
werden müssen".
"Nachhilfe bei Tutor- und Mentorprogramm mitenthalten"
Zum Thema Studiengebühren verwies Schmied darauf, dass die hier
eingesetzte Arbeitsgruppe noch arbeite. Klar sei aber, dass Nachhilfe
im Rahmen des Tutor- und Mentorprogramms (Studierende begleiten
SchülerInnen) "natürlich mitenthalten ist". Weiters gelte es,
Verwaltung und Bürokratie "so einfach wie möglich" zu gestalten.
Tumpel - "'Lebenslanges Lernen' sehr zu begrüßen"
Auch seitens der Sozialpartner und Arbeiterkammer "begrüßt man das
Programm 'Lebenslanges Lernen' sehr", unterstrich AK-Präsident
Herbert Tumpel in der gemeinsamen Pressekonferenz mit
Wissenschaftsminister Johannes Hahn, Michel Richonnier, Vertreter
der Europäischen Kommission, und Ernst Gesslbauer, Leiter der
Nationalagentur "Lebenslanges Lernen". Das Programm sei sowohl vom
"programmatischen Ansatz, von der Mittelausstattung und den
gegenseitigen Anerkennungs- und Anrechnungssystemen her zu begrüßen",
ergänzte Tumpel. Die Arbeiterkammer als zweitgrößter Träger der
beruflichen Weiterbildung unterstütze die Aktion mit
Bildungs-Schecks, so Tumpel. Allerdings sei man in Österreich noch
"sehr gefordert, da die Teilnahme an Weiterbildung, aber auch die
betriebliche Weiterbildung noch ausbaufähig sind". Es freue ihn aber,
dass "sich dazu im Regierungsprogramm eine Reihe von positiven
Vorschlägen findet", so der AK-Präsident mit Verweis auf das positive
Beispiel Bildungskarenz. Er plädiere dafür, bei den Mobilitäts- und
Austauschprogrammen neben den SchülerInnen und Studierenden auch die
"Lehrlinge verstärkt anzusprechen", so Tumpel abschließend. (Schluss)
mb
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