• 05.03.2007, 09:26:44
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AK Test: Sekundengenaue Handy-Tarifangebote nicht für alle lohnend!

Sekundengenaue Abrechnung rechnet sich erst bei vielen Kurzgesprächen, da höhere Grundgebühr, aber meist gleiche Gesprächstarife wie bei Intervalltaktung

Wien (OTS) - In der Regel wird bei Handy-Gesprächen die erste
Minute voll, danach jede halbe Minute verrechnet. Nachteil: Wer sehr
kurz telefoniert, zahlt auch voll! Seit Herbst 2006 gibt es auch
sekundengenaue Tarifmodelle. Die AK hat die Tarife mit
sekundengenauer Abrechnung mit den Tarifen mit langen Taktintervallen
verglichen. Der AK Test zeigt bei den sekundengenauen Abrechnungen:
deutlich höhere Grundgebühr, trotzdem fast gleiche Gesprächstarife
wie bei der Intervalltaktung - davon profitieren vor allem
Viel-Kurztelefonierer. Die teure Grundgebühr rechnet sich, je nach
Anbieter, erst nach vielen Kurzgesprächen.

Die AK Konsumentenschützer kritisierten bereits im Vorjahr die
Undurchschaubarkeit und Mehrkosten der Verrechnungstakte bei
Handy-Gesprächen. Bei den 60/30- oder 60/60-Sekundentakten wird die
erste Minute voll, danach im 30 oder 60 Sekundentakt abgerechnet. Wer
also nach einigen Sekunden auflegt, zahlt anstatt der exakten Anzahl
an Gesprächssekunden, die erste Minute komplett. Es zählt nicht die
tatsächliche Gesprächsdauer, sondern es wird ordentlich gerundet.

Seit Herbst 2006 gibt es Privatkundentarife mit sekundengenauer
Abrechnung. Die AK verglich im Dezember 2006/Jänner 2007 den
Sekundentakttarif - sofern angeboten - mit einem Tarif desselben
Anbieters mit möglichst ähnlicher Struktur: A1: Seconds Zero - A1
Zero_1; T-Mobile: Relax Sekundentakt - Relax; One: One Second - One
Light; Tele.ring und Tele2: gegen monatlichen Aufpreis von zehn Euro
erhält man für Vertragstarife eine exakte Abrechnung; Drei bietet
derzeit keine sekundengenaue Abrechnung an.

Der AK Test zeigt: Sekundengenaue Tarife werden eher zurückhaltend
beworben. Ein Anbieter begründete z.B. fehlende Angaben im Internet
damit, der Tarif werde nur auf Kundenanfrage "reaktiv" angeboten.

Für den Vorteil exakter Verrechnung zahlen Kunden um 10 bis 15
Euro mehr Monats-Grundgebühr. Die Gesprächstarife weichen aber dafür
kaum von den üblichen Wenigtelefonierertarifen mit Intervalltakten ab
- außer A1: fünf Cent mehr für Rufe in Fremdnetze.

Eine AK Berechnung zeigt, dass die höhere Grundgebühr erst durch
eine relativ hohe Anzahl an sekundengenauen berechneten
Kurzgesprächen ausgeglichen wird. Beim AK Beispiel wurde davon
ausgegangen, dass Kurzgespräche eine halbe Minute dauern, und
Gespräche ins Fest- oder in Fremdnetze je zur Hälfte geführt werden.
Die genaue Abrechnung lohnt sich dann laut AK Berechnung wegen der
höheren Grundgebühr - je nach Anbieter - erst ab 80 bis 400
Kurzgesprächen im Monat. Der Preisvorteil kann dann je nach Anbieter
im Schnitt zwischen 2,5 und 12,5 Cent pro Gespräch betragen.
SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter
www.arbeiterkammer.at

Rückfragehinweis:
Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at

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