• 26.02.2007, 11:49:19
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Allianz Offenhaltenduerfen.at setzt sich für Sonntagsöffnung ein

Geschäftsleute, Hoteliervereinigung und LIF-Abg.z.NR Zach initiieren parteiübergreifende Allianz

Wien (OTS) - Nach den Ereignissen im vergangenen Advent bündeln
die Handelsunternehmer Ernst Fischer und Thomas Singer, ÖHV-Präsident
Peter Peer und Abg. z. NR Alexander Zach ihre Interessen und gründen
die Allianz "offenhaltenduerfen.at". Gemeinsam wollen sie Hürden und
uneinheitliche Regelungen beseitigen, um auch hierzulande zu
ermöglichen, was in den meisten Ländern der Welt längst
selbstverständlich ist. In Österreich wird es jedoch noch immer von
einer Phalanx von Traditionalisten aus Gewerkschaft, Kirche und
Politik verhindert: Offenhaltendürfen auch am Sonntag.

Die Anliegen der Allianz

"Es ist höchste Zeit, dieses Thema ernsthaft zu diskutieren - für
den Tourismus und den Handel genauso wie für die Konsumenten",
fordern die Initiatoren der Allianz und präsentieren ihre
Forderungen:

> Offenhaltendürfen von Geschäften an den Adventsonntagen von 13
bis 19 Uhr

> Offenhaltendürfen von Geschäften an Sonntagen bei 
   internationalen Großveranstaltungen

 > In Wien soll dringend eine Tourismuszone eingerichtet werden.

 > An touristisch und verkehrstechnisch relevanten Standorten wie 
   Bahnhöfen, Einkaufsstraßen und Einkaufcentern soll am Sonntag 
   offen gehalten werden dürfen.

> Fair Play für alle: Profitieren davon sollen nicht nur die
Unternehmen, sondern auch die ArbeitnehmerInnen.

Offenhaltendürfen - eine Frage der Nachfrage

Die Nachfrage soll regeln, wann ein Geschäft offen gehalten wird.
"Unternehmer werden dann offen halten, wenn Nachfrage besteht", kann
Fischer bezeugen. "Und diese Nachfrage besteht an einigen Wochenenden
im Jahr garantiert - bei Großereignissen wie Kongressen und im
Advent", so Fischer. Der Sonntag garantiere den Unternehmern der
Wiener Innenstadt zusätzliche Umsätze durch Touristen, wie Fischer
aus Erfahrung bestätigen kann. Auch die Chance auf neue
Arbeitsplätze, die durch die verstärkte Nachfrage vor allem von
Seiten der Touristen und die sich dadurch ergebenden Mehrumsätze und
Gewinne ergäben, würde von vornherein vergeben: "Diesen Vorwurf
werden sich die gefallen lassen müssen, die die Liberalisierung der
Sonntagsöffnung verhindern", so Fischer.

Hoteliers: Wien lässt sich eine große Chance entgehen

Besonders freut ÖHV-Präsident Peer, dass der Druck der "Rebellen"
Wirkung gezeigt hat: Er verweist auf den unerwarteten
Meinungsumschwung in der Wirtschaftskammer, die nun selbst die
Sonntagsöffnung während der Fußball-EM fordert: "Eine überraschende
Wendung - umso mehr freuen wir uns darüber!" Doch vermisst Peer die
Unterstützung der Kammer beim Engagement für eine Tourismuszone:
"Hier wird viel Geld liegen gelassen", beklagt Peer.

Schluss mit Hürden und uneinheitlichen Lösungen

Ein "Schlag ins Gesicht aller Klein- und Kleinstbetriebe" sei die
geplante Novelle des Ladenöffnungsgesetzes: Die daraus resultierende
Verlagerung der Umsätze bevorzuge wiederum große Einkaufsketten,
erklärt LIF-Bundessprecher Zach. Bereits vor Weihnachten überreichte
er gemeinsam mit Fischer und Singer Nationalratspräsidentin Mag.
Barbara Prammer eine Parlamentarische Bürgerinitiative zur
Sonntagsöffnung. Dieser folgte eine parlamentarische Anfrage an
Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein.

Genau diesen kritisiert Zach jetzt für den Entwurf zur
Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes. Schon die aktuelle
gesetzliche Regelung werde von den Landeshauptleuten sehr
unterschiedlich umgesetzt - bis hin zum Extremfall Wien, wo der
Landeshauptmann die ihm eingeräumte Möglichkeit der Schaffung einer
Tourismuszone komplett ignoriert. Bartensteins Entwurf ändere daran
gar nichts. Der zuständige Minister, so Zach, müsse hier seine
Verantwortung wahrnehmen: "Ich fordere BM Bartenstein auf, seinen
Entwurf zur Novelle des Ladenöffnungsgesetzes zurückzuziehen, denn
überregionale Interessen können nicht einfach an die Landespolitik
delegiert werden. Bartenstein soll den Mut aufbringen und eine
Entscheidung treffen. Dass es nicht funktioniert, die Verantwortung
an die Länder abzuschieben, wird ja sogar im aktuellen Entwurf
festgestellt. Wir benötigen eine bundesweite Regelung in Form einer
Verordnungsermächtigung für den Wirtschaftsminister bei
Großveranstaltungen wie der Fußball-EM, bei großen Kongressen oder
zur Weihnachtszeit", so Zach.

"Die Ära des Offenhaltendürfens ist angebrochen, unsere Allianz
wächst von Tag zu Tag. Wir wollen den Verhinderern jetzt zeigen, dass
ihre Zeit vorüber ist! Deshalb bitten wir alle, die hinter dieser
Allianz stehen, uns zu unterstützen - am einfachsten unter
www.offenhaltenduerfen.at", so Singer.

Rückfragehinweis:
LIF. Die Liberalen: Tel: 01/503 06 67
Hoteliersvereinigung: Tel.: 01/533 09 52-20 67
E-mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LIF

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