- 25.02.2007, 09:00:00
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"trend": Sanierung bei der Hofreitschule
Neuer Chef schafft Turnaround zwei Jahre früher als geplant
Wien (OTS) - Der neue Geschäftsführer der Spanischen
Hofreitschule, Armin Aigner, hat in nur etwas mehr als einem Jahr -
zwei Jahre früher, als geplant - eine rote Null für das Jahr 2006
geschafft. Nach den dem Wirtschaftsmagazin "trend" exklusiv
vorliegenden Zahlen stieg der Umsatz (Erlöse) auf 7,4 Millionen Euro
(plus 13 Prozent), die Gesamtkosten dagegen sanken um 18 Prozent. Das
EBITDA (Rohgewinn) liegt daher mit nicht einmal einer halben Million
Euro nur mehr knapp im Minus - weit besser, als es der Businessplan
vorsah. Bislang lag das Minus regelmäßig bei weit über drei Millionen
Euro jährlich.
Mit staatlicher Finanzunterstützung hat Aigner in dem
Traditionsbetriebordentlich ausgemistet, schreibt der "trend". Das
Gestüt Piber, der Zuchtbetrieb in der Steiermark, der für die
Bereitstellung von Lipizzanerhengsten zuständig ist, wurde zu einem
Erlebnispark umgewandelt. Die Besucheranzahl konnte um 47 Prozent
gesteigert werden. Gleichzeitig hat Aigner sich dort auf das
Kerngeschäft konzentriert, die dazugehörige Landwirtschaft der
Bauernschaft aus der Umgebung überlassen, der Gastronomiebetrieb
wurde verpachtet, rund 20 Prozent des Personals gekündigt.
Aber auch im Vorführbetrieb in Wien hat Aigner die Zügel
ordentlich gestrafft: Die Zahl der Aufführungen konnte verdoppelt
werden, einzelne Trainingseinheiten wurden für Publikums öffentlich
gemacht ("Privatissimum"), ein Plus in der Besucheranzahl von 25
Prozent (218.587 Besucher) war die Folge. Eine Betriebsvereinbarung
regelt nun einen flexiblen Personaleinsatz und reduziert die viel
kritisierten Nebenjobs der als Reitlehrer hoch begehrten Bereiter auf
ein verträgliches Maß.
Dennoch sorgt Aigner als ausgewiesener - nach dem glücklosen
Tierarzt Werner Pohl und zuvor dem anerkannten Zuchtexperten Jaromir
Ouhlela - für anhaltende Irritationen unter externen
Lipizzanerzüchtern, schreibt der "trend" und zitiert Ernst Kugler,
Obmann der Lipizzanerunion, der größte private Zuchtverein für
Lipizzaner in Österreich: "Da sind Leute am Werk, die von Lipizzanern
keine Ahnung haben - tragisch für Piber, das längst nicht mehr der
weltweite Maßstab aller Dinge ist und seinen Status als Zuchtbetrieb
verloren hat".
Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402
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