- 18.02.2007, 07:51:17
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ÖAMTC-Onlineumfrage: Ein Viertel der Autofahrer setzt sich aus Prinzip nur nüchtern hinters Steuer
Frauen sind beim Thema Alkohol am Steuer vernünftiger als Männer
Wien (OTS) - Eine Online-Blitzumfrage des ÖAMTC unter 500
Fahrzeuglenkern hat gezeigt, dass ein Viertel der Befragten aus
Prinzip den Wagen stehen lässt, wenn Alkohol getrunken wurde. Rund 70
Prozent der Befragten gaben an, sich nach einem Krügerl Bier oder
einem Viertel Wein schon mindestens einmal selbst hinters Steuer
gesetzt zu haben. Deutlich zeigt sich ein klarer
Einstellungsunterschied zwischen den Geschlechtern. "41 Prozent der
weiblichen Fahrzeuglenker fahren aus Prinzip nicht, wenn sie Alkohol
getrunken haben - nur 20 Prozent sind es bei den Männern", erläutert
ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa.
Bei der Entscheidung trinken oder fahren nach mehr als einem
Krügerl Bier oder einem Viertel Wein wird die Diskrepanz zwischen den
Geschlechtern noch deutlicher: Elf Prozent der Frauen sind in so
einem Fall zumindest einmal noch selbst gefahren. Dem stehen 39
Prozent der befragten Männer gegenüber. Davon haben 21 Prozent schon
öfter mit mehr als einem getrunkenen Bier ihr Auto selbst gelenkt.
"Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind nach Analyse der
Unfallstatistik nicht überraschend. Von zehn alkoholisierten
Beteiligten bei Alkoholunfällen sind neun Männer", sagt die
Club-Expertin.
Mögliche Folgen einer Alkoholfahrt werden gerne verdrängt. "Schon
bei einer geringen Alkoholisierung des Fahrzeuglenkers nehmen
Fahrfehler im Straßenverkehr zu, das Unfallrisiko steigt", erklärt
die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Auch die Wahrscheinlichkeit in eine
Kontrolle zu geraten wird unterschätzt.
Alkoholkontrolle der Polizei bei über einem Drittel der
Befragten
Bei der Online-Blitzumfrage des ÖAMTC hat sich gezeigt, dass mehr
als ein Drittel der befragten Autofahrer schon einmal von der
Exekutive zu einem Alkoholtest aufgefordert worden ist, 13 Prozent
davon mehrmals. Seit dem erstmaligen Einsatz von
Alkohol-Vortestgeräten vor über einem Jahr ist die Kontrolldichte
deutlich erhöht worden. Laut Bundesministerium für Inneres wurden
2006 rund 271.000 Vortests durchgeführt. Die Zahl der Anzeigen bei
einem Verstoß gemäß § 14 Führerscheingesetz (0,5 bis 0,79 Promille)
sind innerhalb eines Jahres von 6.955 auf 11.292 gestiegen.
Wer auf der sicheren Seite stehen will, dem rät der ÖAMTC auf
Alkohol beim Autofahren gänzlich zu verzichten. "Auf die Frage wie
viel man trinken kann, um unter 0,5 Promille zu bleiben oder noch
fahrtüchtig zu sein, gibt es keine allgemein gültige Antwort", sagt
die Club-Expertin. "Auch unter 0,5 Promille kann die Fahrtüchtigkeit
beeinträchtigt sein." Bei Müdigkeit oder nach der Einnahme von
Medikamenten können schon kleinere Mengen Alkohol zu
Beeinträchtigungen führen und die Fahrsicherheit gefährden. "Besser
ist es, vor dem Faschingsgschnas eine kluge Entscheidung zu treffen -
entweder trinken oder fahren", so die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Denn
gerade beim närrischen Treiben ist auf der Straße besondere
Aufmerksamkeit gefordert.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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