- 15.02.2007, 08:44:02
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Wieder positiv - Vorläufiges Ergebnis der OÖGKK 2006: Plus 7,8 Millionen
Linz (OTS) - Die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2006 bestätigen,
was sich schon gegen Ende des vergangenen Jahres abgezeichnet hatte.
Eine gute Entwicklung der Beitragseinnahmen und solides Wirtschaften
mit diesen anvertrauten Einnahmen ermöglichen der OÖGKK auch im Jahr
2006 ein Ergebnis von vorläufig Plus 7,8 Millionen Euro. Der
Überschuss entspricht 0,5 Prozent der Gesamtausgaben, die laut
Vorschau-Ergebnis 1.506 Millionen Euro betragen.
Obmann Alois Stöger freut sich über das positive Ergebnis, sieht
aber keinen Grund für Jubelmeldungen: "Unser oberstes Ziel ist es
nicht, Gewinne zu erwirtschaften. An erster Stelle stehen bei uns
zufriedene Versicherte und die best mögliche Gesundheitsversorgung
für Oberösterreich - und das mit einem ausgeglichenen Ergebnis. 2007
wird es auch bei uns sehr eng werden, weil wir aufgrund niedrigerer
Lohnabschlüsse nicht mit einer so guten Beitragsentwicklung wie 2006
rechnen können."
Stabile Finanzen kommen den Versicherten zu Gute!
Das erwirtschaftete Geld bleibt bei der OÖGKK und dient der
Sicherstellung der oberösterreichischen Gesundheitsversorgung. Die
stabile Finanzlage ermöglicht es der OÖGKK, ständig an der
Verbesserung des Leistungsspektrums und der Versor¬gung zu arbeiten.
Beispiele dafür sind neue Services wie "Netzwerk Hilfe" und "ANNA",
die Aussetzung der Chefarztpflicht bei Medikamenten sowie geplante
Leistungsverbesserungen, beispielsweise bei Zahnprophylaxe und
Zahnspangen.
2007: negative Vorzeichen
Für 2007 rechnet die OÖGKK laut aktuellem Jahresvoranschlag mit
einem Minus von 29 Millionen Euro. Diese Voranschläge müssen nach den
Weisungen des Gesundheitsministeriums und auf der Basis
kaufmännischer Sorgfalt und Vorsicht erstellt werden. OÖGKK-Direktor
Hans Popper: "Unsere Prognosen waren in den vergangenen Jahren immer
vorsichtig, aber sehr exakt. Bei den Beiträgen haben wir 2006
erfreulicherweise um 1,5 Prozent mehr eingenommen als veranschlagt.
Die Wirtschaftsentwicklung in Oberösterreich hat uns hier geholfen.
Die Versicherungs¬leistungen - immerhin 1,45 Milliarden Euro - liegen
um gerade 0,09 Prozent über dem Plan." Popper ist vorsichtig
optimistisch, dass auch das Ergebnis 2007 etwas besser ausfallen
könnte als im Voranschlag berechnet. Aber: "Ein positives Ergebnis
2007 erscheint aus heutiger Sicht ausgeschlossen." Die
Medikamentenkosten zeigen nach ersten Analysen der OÖGKK heuer wieder
einen starken Kostendruck. Bei den Zahlungen an den Spitalsfonds wird
die gute Beitragsentwicklung 2006 zu einem Nachzieh-Effekt von
mehreren Millionen Euro im Jahr 2007 führen.
2006: die wichtigsten Entwicklungen
Besonders belastet wurde die OÖGKK durch weitere
Verschlechterungen beim Krankenkassen-Ausgleichsfonds. Während die
Zahlungen an den Fonds auf 25,4 Millionen Euro stiegen, bekommt die
OÖGKK nur mehr 4,1 Millionen Euro aus dem Fonds zurück. 2005 waren es
noch 9,9 Millionen Euro gewesen. "Oberöster¬reich steht zur
Solidarität unter den Krankenkassen. Wir haben in unserem Bundes¬land
aber auch erhebliche Strukturnachteile gegenüber anderen, etwa die
höchste Belastung bei den Spitalskosten, die meisten beitragsfrei
Mitversicherten und nicht zuletzt auch einige sehr strukturschwache
Regionen. Der Ausgleich soll dazu dienen, solche Unterschiede
auszugleichen, und nicht bloß Finanzlöcher zu stopfen" ärgert sich
Obmann Stöger über die ungerechte Geldverteilung durch den
Hauptverband.
Die Beitragseinnahmen stiegen 2006 insgesamt um 4,6 Prozent, und
damit um 1,5 Prozent stärker, als zu erwarten war. Besonders die
Beiträge für Erwerbstätige mit einem Wachstum von 4,9 Prozent haben
dazu beigetragen. Auf der Ausgabenseite wuchsen die
Medikamentenausgaben um 6,4 Prozent - eine noch stärkere
Kostensteigerung konnte durch wirksame Steuerung und
Qualitätssicherung in Zusammen¬arbeit mit den oberösterreichischen
Ärzten vermieden werden.
Der größte Brocken in den OÖGKK-Ausgaben, der gesetzlich
festgelegte Spitalsbeitrag, stieg um 3,9 Prozent auf über 452
Millionen Euro. Für Leistungen der niedergelassenen Ärzte und
Therapeuten wurde um 5,1 Prozent mehr ausgegeben als 2005. In
Gesundheitsförderung und Prävention wurde von der OÖGKK um 5,0
Prozent mehr investiert als im Vorjahr. Die Verwaltungskosten blieben
mit einem Plus von 2,3 Prozent unter der Kollektivvertrags-Erhöhung.
Gemessen an den Gesamtaufwendungen liegt der Verwaltungsaufwand bei
nur mehr 2,4 Prozent.
Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Harald Schmadlbauer
Tel.: (0732) 7807-2020
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