Wieder positiv - Vorläufiges Ergebnis der OÖGKK 2006: Plus 7,8 Millionen

Linz (OTS) - Die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2006 bestätigen, was sich schon gegen Ende des vergangenen Jahres abgezeichnet hatte. Eine gute Entwicklung der Beitragseinnahmen und solides Wirtschaften mit diesen anvertrauten Einnahmen ermöglichen der OÖGKK auch im Jahr 2006 ein Ergebnis von vorläufig Plus 7,8 Millionen Euro. Der Überschuss entspricht 0,5 Prozent der Gesamtausgaben, die laut Vorschau-Ergebnis 1.506 Millionen Euro betragen.

Obmann Alois Stöger freut sich über das positive Ergebnis, sieht aber keinen Grund für Jubelmeldungen: "Unser oberstes Ziel ist es nicht, Gewinne zu erwirtschaften. An erster Stelle stehen bei uns zufriedene Versicherte und die best mögliche Gesundheitsversorgung für Oberösterreich - und das mit einem ausgeglichenen Ergebnis. 2007 wird es auch bei uns sehr eng werden, weil wir aufgrund niedrigerer Lohnabschlüsse nicht mit einer so guten Beitragsentwicklung wie 2006 rechnen können."

Stabile Finanzen kommen den Versicherten zu Gute!

Das erwirtschaftete Geld bleibt bei der OÖGKK und dient der Sicherstellung der oberösterreichischen Gesundheitsversorgung. Die stabile Finanzlage ermöglicht es der OÖGKK, ständig an der Verbesserung des Leistungsspektrums und der Versor¬gung zu arbeiten. Beispiele dafür sind neue Services wie "Netzwerk Hilfe" und "ANNA", die Aussetzung der Chefarztpflicht bei Medikamenten sowie geplante Leistungsverbesserungen, beispielsweise bei Zahnprophylaxe und Zahnspangen.

2007: negative Vorzeichen

Für 2007 rechnet die OÖGKK laut aktuellem Jahresvoranschlag mit einem Minus von 29 Millionen Euro. Diese Voranschläge müssen nach den Weisungen des Gesundheitsministeriums und auf der Basis kaufmännischer Sorgfalt und Vorsicht erstellt werden. OÖGKK-Direktor Hans Popper: "Unsere Prognosen waren in den vergangenen Jahren immer vorsichtig, aber sehr exakt. Bei den Beiträgen haben wir 2006 erfreulicherweise um 1,5 Prozent mehr eingenommen als veranschlagt. Die Wirtschaftsentwicklung in Oberösterreich hat uns hier geholfen. Die Versicherungs¬leistungen - immerhin 1,45 Milliarden Euro - liegen um gerade 0,09 Prozent über dem Plan." Popper ist vorsichtig optimistisch, dass auch das Ergebnis 2007 etwas besser ausfallen könnte als im Voranschlag berechnet. Aber: "Ein positives Ergebnis 2007 erscheint aus heutiger Sicht ausgeschlossen." Die Medikamentenkosten zeigen nach ersten Analysen der OÖGKK heuer wieder einen starken Kostendruck. Bei den Zahlungen an den Spitalsfonds wird die gute Beitragsentwicklung 2006 zu einem Nachzieh-Effekt von mehreren Millionen Euro im Jahr 2007 führen.

2006: die wichtigsten Entwicklungen

Besonders belastet wurde die OÖGKK durch weitere Verschlechterungen beim Krankenkassen-Ausgleichsfonds. Während die Zahlungen an den Fonds auf 25,4 Millionen Euro stiegen, bekommt die OÖGKK nur mehr 4,1 Millionen Euro aus dem Fonds zurück. 2005 waren es noch 9,9 Millionen Euro gewesen. "Oberöster¬reich steht zur Solidarität unter den Krankenkassen. Wir haben in unserem Bundes¬land aber auch erhebliche Strukturnachteile gegenüber anderen, etwa die höchste Belastung bei den Spitalskosten, die meisten beitragsfrei Mitversicherten und nicht zuletzt auch einige sehr strukturschwache Regionen. Der Ausgleich soll dazu dienen, solche Unterschiede auszugleichen, und nicht bloß Finanzlöcher zu stopfen" ärgert sich Obmann Stöger über die ungerechte Geldverteilung durch den Hauptverband.

Die Beitragseinnahmen stiegen 2006 insgesamt um 4,6 Prozent, und damit um 1,5 Prozent stärker, als zu erwarten war. Besonders die Beiträge für Erwerbstätige mit einem Wachstum von 4,9 Prozent haben dazu beigetragen. Auf der Ausgabenseite wuchsen die Medikamentenausgaben um 6,4 Prozent - eine noch stärkere Kostensteigerung konnte durch wirksame Steuerung und Qualitätssicherung in Zusammen¬arbeit mit den oberösterreichischen Ärzten vermieden werden.

Der größte Brocken in den OÖGKK-Ausgaben, der gesetzlich festgelegte Spitalsbeitrag, stieg um 3,9 Prozent auf über 452 Millionen Euro. Für Leistungen der niedergelassenen Ärzte und Therapeuten wurde um 5,1 Prozent mehr ausgegeben als 2005. In Gesundheitsförderung und Prävention wurde von der OÖGKK um 5,0 Prozent mehr investiert als im Vorjahr. Die Verwaltungskosten blieben mit einem Plus von 2,3 Prozent unter der Kollektivvertrags-Erhöhung. Gemessen an den Gesamtaufwendungen liegt der Verwaltungsaufwand bei nur mehr 2,4 Prozent.

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