Grüne Wien: Grundstückspreise für Rothneusiedl weitab gängiger Marktpreise

Gretner: Zu verfehlter Stadtentwicklungspolitik gesellt sich Unwirtschaftlichkeit

Wien (OTS) - "Bei jedem Verkauf eines Kleingartenhauses seitens
der Stadt gibt es eine öffentliche Interessentensuche beim Megaprojekt Rothneusiedl nicht", bemängelt die Planungssprecherin der Grünen Wien, Sabine Gretner. Ein ähnlicher Grundstücksdeal rund um die Hohe Warte wurde vom Rechnungshof 2005 schwer kritisiert. Er urteilte: "Die Verpflichtung der Stadt Wien im gegenständlichen Optionsvertrag einem bestimmten Vertragspartner das gegenständliche Grundstück weit unter seinem Wert zu verkaufen, stellt nach Auffassung des Rechnungshof eindeutig eine verbotene Beihilfe im Sinne des Art. 87 Abs. 1 des EG- Vertrags dar."

Wie eine Ankaufsstatistik des Wohnfonds Wien aus dem Jahr 2004 zeigt, sind die für das Magna Einkaufszentrum mit Stadion Projekt in Rothneusiedl vereinbarten Kaufpreise deutlich unter den gängigen Marktpreisen. "Abgesehen davon, dass man den stadtstrukturellen und ökologischen Schaden den diese verfehlte Stadtentwicklungspolitik anrichtet, schwer beziffern kann, handelt die Stadt auch unwirtschaftlich", kritisiert die Planungssprecherin.

Im Jahr 2004 sei beispielsweise vom Wohnfonds für Flächen in Simmering mit einer niedrigen Einfamilienhauswidmung 170 Euro/m2 bezahlt worden. Etwa soviel (180Euro/m2) müsse Stronach nun für Objekte "sonstiger Nutzung" wie etwa SeniorInnenwohnungen zahlen, gar nur 120 Euro/m2 für die Errichtung des Stadions."Mit 350 Euro/m2 Einkaufszentrumsfläche kommt er vergleichsweise sehr günstig weg. Im Jahr 2004 zahlte der Wohnfonds in Simmering für Bauland für mehrgeschossigen Wohnbau ebensoviel", schließt Gretner.

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