Partik-Pablé: Bartensteins Vorschlag bedeutet: "Ab ins Heim"

Wien (OTS) - BZÖ-Bürgeranwältin Dr. Helene Partik-Pablè hat das von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein angedachte Modell zur 24-Stunden-Pflege daheim heftig kritisiert. "So abgehoben kann nur jemand reagieren, der keine Ahnung hat, wie hoch das Einkommen von Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen ist."

Die von Bartenstein in den Raum gestellten monatlichen Kosten von 2.500 bis 3.000 Euro seien zu teuer für die Familien. "Wenn jemand für eine Pflegekraft rund um die Uhr 3000 Euro bezahlen soll, wie das der Wirtschaftsminister vorsieht, müsste er über ein Einkommen von mindestens 4500 Euro verfügen, weil ja die Lebenshaltungskosten auch beglichen werden müssen."

"Dieses Modell ist daher nur für "Superreiche", denn die durchschnittliche Pension bzw. das Pflegegeld reicht nicht aus, um nur annähernd die Kosten der Pflegekraft zu decken.
Bartensteins Vorschlag kann daher als nichts anderes als den Aufruf:
"Ab ins Pflegeheim" gewertet werden. Anstatt das von BZÖ seit langem vorgeschlagene "Au Pair"-Modell auf eine rund um die Uhr Pflege zu adaptieren, entwirft Bartenstein ein nicht finanzierbares Modell", kritisierte Partik-Pablé.

"Selbst bei einer Verdoppelung des Pflegegeldes wäre dieser Vorschlag nicht umzusetzen. Es ist erschütternd, wie die Probleme behinderter und alter Menschen, die nicht ins Heim abgeschoben werden wollen, von Bartenstein behandelt werden", so Partik-Pablé abschließend.

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