• 08.02.2007, 12:56:43
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Krankenhäuser sollen in Zukunft zu Gesundheitszentren werden

Kadenbach: Gesundheitspolitik fängt mit Gesundbleiben an

St. Pölten (NLK) - "Gesundheitspolitik fängt für mich vor allem
beim Gesundbleiben an", sagte Landesrätin Karin Kadenbach heute, 8.
Februar, bei einer Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten. In
einem zweiten Schritt folgen dann das Gesundwerden und damit auch die
Unterstützung durch die Krankenanstalten. In Zukunft müsse noch mehr
auf die Prävention und auf eine Weiterentwicklung des
Gesundheitsbewusstseins geachtet werden.

"Für alle, die jedoch Hilfe brauchen, muss sie erreichbar und vor
allem leistbar sein, unabhängig vom Einkommen, der sozialen Herkunft
und der Region, in der jemand lebt", sagte Kadenbach. In anderen
europäischen Staaten werde das leider anders gehandhabt, spielte sie
auf die mancherorts übliche Zwei-Klassen-Medizin an. Der ländliche
Raum habe zuletzt immer wieder große Einschnitte in der Infrastruktur
erlebt. Ein großer Auftrag an die Politik laute deshalb, dass sich
diese Einschnitte auf keinen Fall auf den medizinischen Bereich
ausdehnen dürften.

Die Krankenhäuser in Niederösterreich sollten in Zukunft die Rolle
und die Aufgaben von Gesundheitszentren übernehmen, forderte die
Gesundheits-Landesrätin. Verschiedene Initiativen wie die Erstellung
von Leitfäden oder die Evaluierung von Vorsorgemaßnahmen sollten über
das Krankenhaus der jeweiligen Region gesteuert werden. Derzeit laufe
in Niederösterreich ein ambitioniertes Ausbau- und
Modernisierungsprogramm der Krankenhäuser mit einer Größe von rund
950 Millionen Euro für die nächsten Jahre. Damit würde man auch in
Zukunft Spitzenmedizin gewährleisten.

In den niederösterreichischen Krankenhäusern, so Kadenbach weiter,
würden derzeit rund 400 bis 450 ÄrztInnen fehlen. Die geplante
Einstellung von 100 ÄrztInnen in nächster Zeit erachte sie deshalb
als einen "besonders wichtigen Schritt". Zudem würde man anstreben,
dass mit 1. Jänner 2008 alle niederösterreichischen Krankenhäuser in
der Landesklinikenholding zusammengefasst sind.

Rund 50 Prozent aller Erkrankungen hätten ihre mittelbare oder
unmittelbare Ursache im Arbeitsumfeld der Betroffenen, machte
Kadenbach abschließend auf verschiedene Missstände aufmerksam. Die
Plattform für betriebliche Prävention und Gesundheitsvorsorge könne
hier entscheidend zu einer Verbesserung beitragen. "Mein Ziel ist es,
bis zum Jahr 2010 die Hälfte aller niederösterreichischen Unternehmen
für Präventionsprojekte zu gewinnen", so die neue
Gesundheits-Landesrätin.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12312
http://www.noe.gv.at/nlk

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