- 08.02.2007, 09:22:22
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AK: Gegen einen "Bürokratieabbau", der Arbeitsplätze gefährdet
Senkung der Verwaltungskosten für Unternehmen darf nicht zum Nachteil für Arbeitnehmer, Konsumenten und Gläubiger werden
Wien (OTS) - Als Gefährdung tausender Arbeitsplätze und als
Verursacher von noch mehr Insolvenzen in Österreich kritisiert die AK
Pläne der EU, die Jahresabschlussprüfung für KMU’s durch unabhängige
Wirtschaftsprüfer einzuschränken. So wird auf EU-Ebene etwa die
gänzliche Befreiung mittelgroßer Unternehmen von der
Jahresabschlussprüfung zur Diskussion gestellt. Oder es wird, als
Alternative zur Abschaffung der Jahresabschlussprüfung, eine
Einschränkung des Umfangs angedacht. Davon betroffen sind in
Österreich rund 5.000 von 6.000 prüfungspflichtigen Unternehmen -
jedes dieser Unternehmen beschäftigt zwischen 50 und 250
Arbeitnehmer. Mangelhaftes Rechnungswesen ist einer der
wesentlichsten Gründe für Insolvenzen. Eine Einschränkung der
Jahresabschlussprüfung ist daher kein Impuls für Wachstum und
Beschäftigung, sondern führt zu einem Anstieg der Insolvenzen und
gefährdet damit tausende von Arbeitsplätzen. "Einen Bürokratieabbau,
der nur die Kosten für die Unternehmen senken soll, und ansonsten
voll auf Kosten von Transparenz, Gläubiger- und Insolvenzschutz geht,
lehnen wir entschieden ab", sagt Helmut Gahleitner von der
wirtschaftspolitischen Abteilung der AK Wien. Die Beibehaltung der
geltenden Abschlussprüfungsbestimmungen ist daher ein Muss für eine
effiziente Corporate Governance und darf nicht ausgehöhlt werden,
fordert die AK. Die Regierung hat in ihrem Programm eine Stärkung der
AbschlussprüferInnen als wesentliches wirtschaftspolitisches Ziel
erklärt. Die AK fordert daher, dass sich die Regierung in Brüssel für
die Beibehaltung der geltenden Rechtslage einsetzt.
Rückfragehinweis:
Christian Spitaler AK Wien Kommunikation tel.: (+43-1) 50 165 - 2152 mobile: (+43) 664 45 43 43 6 mailto:[email protected] http://wien.arbeiterkammer.at
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