• 07.02.2007, 15:18:27
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ÖAMTC: Zielerreichung bei EU-Abgasnormen muss 2009 evaluiert werden

Maßnahmenbündel verstärkt Bewusstseinsbildung bei mehreren Interessengruppen

Wien (OTS) - Der ÖAMTC begrüßt die Festlegung der
CO2-Ausstoß-Grenzwerte von Neuwagen bis 2012 auf 120 Gramm pro
Kilometer, von denen 10 Gramm durch begleitende Maßnahmen wie den
Einsatz von Biosprit erreicht werden sollen. Allerdings muss dieser
Wert raschest durch Gesetz verbindlich werden, um die rechtzeitige
Zielerreichung zu gewährleisten. "Wir schlagen zusätzlich eine
Zwischenevaluierung 2009 vor. Damit wollen wir ausschließen, dass es
wieder zu einer Zielverfehlung kommt, wie wir sie mit dem
Nicht-Einhalten der Selbstverpflichtung der Autoindustrie mit 140
Gramm pro Kilometer für 2008 erleben", so Mario Rohracher, Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung.

Durch das von der EU festgesetzte Maßnahmenbündel werden mehrere
Stakeholder eingebunden. "Das erleichtert die Bewusstseinsbildung,
weil Maßnahmen zum Umweltschutz nicht nur einer einzelnen Gruppe
verordnet werden", ist Rohracher überzeugt.

ÖAMTC-Ansätze zur nachhaltigen CO2-Reduktion im Verkehrssektor

* Die Senkung des Flottenverbrauchs in der Autoindustrie soll
Hersteller-unabhängig erfolgen. "Zum Ausgleich der verschiedenen
Markenverbräuche könnte ein CO2-Zertifikatehandel innerhalb der
Autoindustrie eingeführt werden", schlägt der Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung vor.

* Umstellung der jährlichen Kfz-Steuer (Versicherungssteuer II)
von Kilowatt (PS) auf CO2 bei gleichzeitiger Abschaffung der NoVA.

* Ausbau der Straßeninfrastruktur und Erweiterung des
Telematik-Einsatzes, um Staupunkte zu vermeiden.

* Besonderes Augenmerk ist auf die Flüssigkeit des Verkehrs im
städtischen Bereich zu richten. "Immerhin stammen 40 Prozent der
Gesamtverkehrsemissionen an CO2 aus dem innerstädtischen Verkehr",
erklärt Rohracher. "Die Flüssigkeit des Verkehrs ist ein wesentlicher
Faktor zur Schadstoff-Reduktion."

* Neue Autos müssen leistbar bleiben, damit den umweltfreundlichen
Technologien rascher zum Durchbruch verholfen wird.

* Bewusstseinsbildung beim Konsumenten. "Die allgegenwärtige
Werbung für PS-starke Fahrzeuge ist zu überdenken", sagt der Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung. "Für die Konsumenten müssen in Zukunft
Umweltargumente beim Kauf transparenter gemacht werden." Für den
Käufer muss klar ersichtlich sein, welchen Verbrauch sein
Wunsch-Fahrzeug hat und wie hoch die Schadstoff-Emissionen sind.
"Damit kann jeder leichter eine bewusste Entscheidung für die Umwelt
treffen", sagt Rohracher abschließend.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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