ÖAMTC: Zielerreichung bei EU-Abgasnormen muss 2009 evaluiert werden

Maßnahmenbündel verstärkt Bewusstseinsbildung bei mehreren Interessengruppen

Wien (OTS) - Der ÖAMTC begrüßt die Festlegung der CO2-Ausstoß-Grenzwerte von Neuwagen bis 2012 auf 120 Gramm pro Kilometer, von denen 10 Gramm durch begleitende Maßnahmen wie den Einsatz von Biosprit erreicht werden sollen. Allerdings muss dieser Wert raschest durch Gesetz verbindlich werden, um die rechtzeitige Zielerreichung zu gewährleisten. "Wir schlagen zusätzlich eine Zwischenevaluierung 2009 vor. Damit wollen wir ausschließen, dass es wieder zu einer Zielverfehlung kommt, wie wir sie mit dem Nicht-Einhalten der Selbstverpflichtung der Autoindustrie mit 140 Gramm pro Kilometer für 2008 erleben", so Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Durch das von der EU festgesetzte Maßnahmenbündel werden mehrere Stakeholder eingebunden. "Das erleichtert die Bewusstseinsbildung, weil Maßnahmen zum Umweltschutz nicht nur einer einzelnen Gruppe verordnet werden", ist Rohracher überzeugt.

ÖAMTC-Ansätze zur nachhaltigen CO2-Reduktion im Verkehrssektor

* Die Senkung des Flottenverbrauchs in der Autoindustrie soll Hersteller-unabhängig erfolgen. "Zum Ausgleich der verschiedenen Markenverbräuche könnte ein CO2-Zertifikatehandel innerhalb der Autoindustrie eingeführt werden", schlägt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung vor.

* Umstellung der jährlichen Kfz-Steuer (Versicherungssteuer II) von Kilowatt (PS) auf CO2 bei gleichzeitiger Abschaffung der NoVA.

* Ausbau der Straßeninfrastruktur und Erweiterung des Telematik-Einsatzes, um Staupunkte zu vermeiden.

* Besonderes Augenmerk ist auf die Flüssigkeit des Verkehrs im städtischen Bereich zu richten. "Immerhin stammen 40 Prozent der Gesamtverkehrsemissionen an CO2 aus dem innerstädtischen Verkehr", erklärt Rohracher. "Die Flüssigkeit des Verkehrs ist ein wesentlicher Faktor zur Schadstoff-Reduktion."

* Neue Autos müssen leistbar bleiben, damit den umweltfreundlichen Technologien rascher zum Durchbruch verholfen wird.

* Bewusstseinsbildung beim Konsumenten. "Die allgegenwärtige Werbung für PS-starke Fahrzeuge ist zu überdenken", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Für die Konsumenten müssen in Zukunft Umweltargumente beim Kauf transparenter gemacht werden." Für den Käufer muss klar ersichtlich sein, welchen Verbrauch sein Wunsch-Fahrzeug hat und wie hoch die Schadstoff-Emissionen sind. "Damit kann jeder leichter eine bewusste Entscheidung für die Umwelt treffen", sagt Rohracher abschließend.

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