Pflege - HAUBNER: Bartenstein-Vorschlag völlig undurchdacht und einseitig

BZÖ für gesamt österreichischen Pflegeplan, Pflegegelderhöhung und Pflegescheck

Wien (OTS) - Undurchdacht und einseitig ist für BZÖ-Sozialsprecherin NAbg. Ursula Haubner der Vorschlag von ÖVP-Minister Bartenstein für eine 24 Stunden Lösung im Pflegebereich. "3000 Euro pro Monat für eine Rund-um-die-Uhr Pflege kann sich de facto niemand in Österreich leisten. Es kann nicht der Stein der Weisen sein, dass man ein Modell der Hausangestellten forciert, ohne sich gleichzeitig über die Qualität der Pflege und Betreuung sowie die Nutzung bestehender mobiler Strukturen Gedanken zu machen."

Für Haubner führt der Vorschlag des Wirtschaftsministers entweder zu einem neuerlichen Ansturm von illegalen Pflegekräften oder zu einer massiven Belastung für die Betroffenen. "Erst kürzlich haben SPÖ und ÖVP 50.000 illegale Ausländer legalisiert. Wenn man jetzt 3000 Euro für eine Pflege zahlen muss, dann bleibt für die Angehörigen wieder nur die Möglichkeit, sich eine leistbare illegale ausländische Pflegekraft zu suchen. Die andere Variante des Bartenstein-Modells wäre, dass man die Bevölkerung etwa durch die Einführung einer Pflegeversicherung massiv belastet. Dass dies auf Dauer nicht funktioniert, zeigt das Beispiel Deutschland", warnte die BZÖ-Sozialsprecherin.

Haubner forderte stattdessen eine sofortige fünfprozentige Erhöhung des Pflegegeldes sowie eine jährliche Valorisierung und die Einführung eines Pflegeschecks für pflegende Angehörige. Wenn das die von SPÖ und ÖVP vor der Wahl versprochene Pflegeoffensive ist, dann hat diese Regierung die Probleme nicht erkannt. Wir brauchen intelligente Lösungen unter Einbindung der Länder, welche die Qualität der Pflege sicherstellen und gleichzeitig für die Menschen auch leistbar sind", so Haubner abschließend. (Schluss)

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