• 30.01.2007, 17:10:06
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Fasslabend: Ein guter Moment, um Abschied zu nehmen

Langjähriger ÖVP-Politiker verlässt das Hohe Haus

Wien (ÖVP-PK) - Im Rahmen der heutigen Sitzung des Nationalrates
hielt der ehemalige Verteidigungsminister, Dritte
Nationalratspräsident und langjährige ÖVP-Abgeordnete Dr. Werner
Fasslabend seine Abschiedsrede. "Seit meiner ersten Angelobung im
Jänner 1987 sind 20 Jahre vergangen. Jetzt ist eine neue Regierung
auf breiter Basis im Amt und das ist ein guter Moment, um persönlich
vom Hohen Haus Abschied zu nehmen und für Jüngere Platz zu machen.
Ich tue das mit einer gewissen Wehmut, aber vor allem in dem
Bewusstsein, dass dies wohl ein Abschied aus dem Parlament, nicht
aber aus der Politik ist", sagte Fasslabend. ****

In einer Rückschau erinnerte sich Fasslabend an seine politischen
Schwerpunkte, die von der Umweltpolitik über die Verkehrspolitik bis
zur Sozialpolitik und dem eigenen persönlichen Schwerpunkt der
Sicherheits- und Verteidigungspolitik reichten. "Für mich war es in
der Politik immer das Wichtigste, dass die Menschen Arbeit haben, vor
allem die Schulabgänger", sagte Fasslabend, der darauf viel Zeit und
Energie verwendet hat. Auch die Altersteilzeitregelung sei auf seinem
Schreibtisch entstanden. "Es gab viele schöne Momente, es war eine
fruchtbare Zeit und ich hatte Gelegenheit, zu sehen, dass aus einer
Idee auch etwas werden kann."

In besonderer Weise erinnerte sich Fasslabend an sein Jahrzehnt als
Verteidigungsminister. "Nicht nur die Sicherheit für die Menschen an
sich, sondern die vorausschauende Beantwortung von Sicherheitsfragen
waren dabei für mich von besonderem Interesse. Das führte zu einer
Reihe von Beschaffungen", bezog sich Fasslabend darauf, dass in den
achtziger Jahren Österreich "wohl als einzige Armee der Welt" keine
Lenkwaffen besaß.

Ein "herzliches Dankeschön" richtete Fasslabend an alle, "die mir in
all den Jahren geholfen haben". Dies ging vor allem an seine
Mitarbeiter und Kollegen, aber auch an die ÖVP-Parteiobmänner Josef
Riegler, Alois Mock und Wolfgang Schüssel. "Schüssel ist einer der
größten Politiker Österreichs seit Beginn der Republik. Er hat die
Weichen gestellt, dass wir für das 21. Jahrhundert fit sind. Von ihm
kann man viel profitieren", sprach Fasslabend das Bewusstsein an, für
die Zukunft zu arbeiten und zu denken.

In seiner künftigen Arbeit außerhalb des Hohen Hauses werden
sicherheitspolitische Fragen und die Frage der Demographie einen
hohen Stellenwert haben, sagte Fasslabend und erinnerte daran, dass
in Österreich "ein Drittel zu wenig Kinder geboren werden."

Abschließend sprach Fasslabend den Wunsch an die Abgeordneten aus,
"selbst in Wahlkampfzeiten den Kontakt zu den anderen Fraktionen zu
suchen und zu finden", so wie er selbst es immer gehalten habe. "Es
ist wichtig, Position zu beziehen. Aber noch wichtiger,
Polarisierungen zu verhindern. Das wäre der beste Dienst an unserer
Heimat Österreich und seiner Bevölkerung", schloss Fasslabend.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

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