- 30.01.2007, 13:17:42
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Donau-Universität Krems zieht Bilanz
Krems (OTS) - Nach zwei Jahren unter der Federführung von Rektor
Helmut Kramer kann die Donau-Universität Krems eine erfolgreiche
Bilanz vorweisen: 2005 und 2006 hat die Weiterbildungsuniversität
eine Reihe international renommierter ProfessorInnen und neuer
Kooperationspartner gewonnen, die Zahl der Forschungsprojekte um mehr
als 18 Prozent gesteigert und das Studienangebot gemäß den
Bedürfnissen der Studierenden flexibilisiert.
Seit Herbst 2005 wurden an der Donau-Universität Krems 15 neue
Departments eingerichtet. Mit einem Personalstand von nun 337
MitarbeiterInnen ist die Weiterbildungsuniversität auch einer der
größten Arbeitgeber der Region. Rektor Kramer ist es gelungen,
international renommierte Professorinnen und Professoren nach Krems
zu berufen. Diese bringen sowohl Erfahrung aus Ihrer Lehr- und
Forschungstätigkeit mit - beispielsweise von der ETH Zürich
(Eidgenössische Technische Hochschule Zürich), der Fernuniversität
Hagen oder dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) - als auch
wissenschaftliche MitarbeiterInnen unterschiedlicher Nationen. Mit
den neuen Professorinnen und Professoren entstanden neue Lehr- und
Forschungsbereiche an der Donau-Universität Krems, die an die
Basisarbeit der vergangen zehn Jahre anknüpfen und nun auch
transdisziplinäre Kooperationen innerhalb des Hauses möglich machen.
Massiver Anstieg der Forschungsprojekte und lukrierten
Forschungsgelder
Die Forschung voranzutreiben war eines der zentralen Anliegen des
Rektorats bei Amtsantritt. Das Volumen der nationalen und
internationalen Forschungsprojekte konnte um mehr als 18 Prozent, die
Summe der eingebrachten Forschungsgelder seit 2005 von EUR 1,9 Mio um
21 Prozent auf EUR 2,4 Mio im Jahr 2006 gesteigert werden.
Lebenslanges Lernen, das Altern der Gesellschaft, der Wandel der
öffentlichen Verwaltung und Fragen des Sicherheitsmanagements stellen
die moderne Gesellschaft vor Herausforderungen, zu deren Bewältigung
die Donau-Universität Krems mit praxisorientierten
Forschungsprojekten beitragen möchte. Dabei sollen Synergien zwischen
den 15 Universitätsdepartments intensiv genutzt werden, um
Lösungsansätze zu finden, die Sichtweisen unterschiedlicher
Disziplinen wie Medizin, IT und Wirtschaftswissenschaften
integrieren.
Neue Kooperationen in Mittel- und Osteuropa
Insgesamt kann die Donau-Universität Krems seit 2005 einen Anstieg
von über zehn Prozent bei nationalen und internationalen
Kooperationen in Lehre und Forschung verzeichnen. Mehr als 113
Kooperationen zählt die Universität seit vergangenem Jahr. Mit der
Nominierung von Rektor Helmut Kramer zum Vizepräsident der
Donau-Rektoren-Konferenz, einer Vereinigung von 50 Universitäten aus
13 mittel- und osteuropäischen Staaten, nimmt die Donau-Universität
Krems nun auch eine Schlüsselposition in einem wichtigen Netzwerk
ein.
Kontinuierlich steigende Studierendenzahl
Zurzeit studieren an der Donau-Universität Krems 3.520 Studierende
aus über 40 Nationen, das bedeutet ein kontinuierliches Wachstum und
für das Jahr 2006 einen Anstieg von knapp 10 Prozent gegenüber dem
Vorjahr. Deutlich höher ist die Steigerung bei den internationalen
Studierenden, nämlich über 18 Prozent von 2005 auf 2006. Die Zahl der
akkreditierten Studiengänge blieb stabil. Die Qualität der
Master-Programme ist somit weiterhin gesichert und die erforderliche
Transparenz gegeben.
Konsequenter Ausbau der E-Learning-Infrastruktur
Das Studienangebot wurde in den vergangenen zwei Jahren noch
gezielter auf die Bedürfnisse der Studierenden zugeschnitten, etwa
durch den verstärkten Einsatz von E-Learning-Methoden. Waren es im
Jahr 2005 noch zehn E-Learning-Module mit 120 NutzerInnen, so wurden
im vergangenen Jahr bereits 95 E-Learning-Module mit 1500 NutzerInnen
registriert. Eine Zahl, die für sich spricht und durch den gezielten
Ausbau der E-Learning-Infrastruktur erreicht werden konnte. Weiters
sollen die existierenden Kommunikationsplattformen für Studierende,
MitarbeiterInnen und Vortragende durch Weblogs und E-Portfolios
ergänzt werden, um Lehr- und Lernprozesse auf zeitgemäße Art zu
unterstützen.
Baukastensystem für maßgeschneidertes Studium
Den aktuellen Bedürfnissen der Studierenden trägt die Universität
für Weiterbildung nun auch durch die verstärkte Modularisierung der
Lehrgänge Rechnung. So wird eine immer größere Zahl von Programmen in
mehreren Varianten mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten
und unterschiedlicher Dauer angeboten. Die Studierenden können eine
ihren Bedürfnissen entsprechende Variante - vom Certified Program bis
zum Master-Lehrgang - wählen oder auch Module individuell
zusammenstellen. Wer eine Kurzvariante oder einzelne Lehrgangsmodule
absolviert hat, kann sich diese bei einem späteren Upgrade zum Master
anrechnen lassen. Dieses "Baukasten-System" wird im kommenden
Studienjahr weiterentwickelt und in allen Fachrichtungen forciert
werden.
Summer- und Winter-Schools bieten geblockte Weiterbildung
Darüber hinaus ergänzte die Donau-Universität Krems mit Summer-
und Winter-Schools, Kurzlehrgängen und Seminaren ihr Angebot an
gezielter, geblockter Weiterbildung. "Die Bedeutung der Weiterbildung
für Entscheider nimmt stark zu. Einerseits sind die Wissensbasierung
der Organisationen und die rasante Entwicklung neuer Technologien
dafür verantwortlich, andererseits die längere Erwerbstätigkeit. In
verschiedenen Berufsabschnitten und Lebensphasen brauchen
berufstätige Menschen immer wieder ein Wissens-Update, um in ihrem
Job auf dem letzten Stand zu bleiben", betont Ada Pellert,
Vizerektorin für Lehre und Weiterbildung der Donau-Universität Krems.
Erfolgreicher Rechnungsabschluss
Die Donau-Universität Krems erwirtschaftet mehr als drei Viertel
ihrer Budgetmittel selbst, vor allem aus Studiengebühren und
Forschungsprojekten. Dies ist bei weitem der höchste Anteil unter
allen öffentlichen Universitäten Österreichs. Auch im abgelaufenen
Jahr 2006 konnte die Eigenfinanzierung (auf Basis des vorläufigen
Rechnungsabschlusses) um 8,5 Prozent gesteigert werden, während die
öffentliche Sockelfinanzierung nahezu konstant blieb. Die hohe
Drittmittelaufbringung auf einem durchaus kompetitiven Markt für
tertiäre Bildungsangebote ist nur durch qualitativ anspruchsvolle
Leistungen zu erreichen und stellt eine hohe unternehmerische
Herausforderung dar.
Das Budget 2006 schloss nach vorläufigem Rechnugsabschluss mit EUR
30,7 Mio ausgeglichen. Der Eigenfinanzierungsanteil liegt bei EUR
23,3 Mio, die öffentliche Sockelfinanzierung bei EUR 7,8 Mio.
Gründung des Alumni-Clubs als erfolgreiches Netzwerk
Anfang Jänner 2006 nahm der Alumni-Club der Donau-Universität
Krems offiziell seine Tätigkeit auf und bietet nun erstmals eine
Netzwerkplattform für die AbsolventInnen aller Fachrichtungen der
Donau-Universität Krems. Fokus der Aktivitäten im ersten Jahr lag auf
der Initiierung von Netzwerkveranstaltungen und dem Aufbau eines
attraktiven Weiterbildungs- und Serviceangebots. So bietet der Club
seit 2006 mehr als 30 speziell auf die Bedürfnisse der AbsolventInnen
zugeschnittene Weiterbildungsangebote und Career Services. Bis Ende
des vergangenen Jahres konnten 710 Alumni aus 20 Ländern als
Mitglieder gewonnen werden - das sind 11,5 Prozent aller
AbsolventInnen.
Event-Highlight des Jahres war der Sommerball des Alumni-Clubs,
der erstmals im Juni 2006 stattfand und an die 1.000 Besucher in die
Donau-Universität lockte. Für 2007 sind unter anderem die
Implementierung einer Online-Karriereplattform und eine Studie zu
Karriereentwicklung, Weiterbildungsverhalten und Kundenbindung der
AbsolventInnen geplant.
Auszeichnung für Erhöhung des Frauenanteils an Professorinnen
Für die Steigerung des Anteils an Professorinnen wurde die
Donau-Universität Krems 2006 mit einer Prämie des staatlichen
Förderprogramms "Excellentia" ausgezeichnet. Excellentia ist ein
High-Potentials-Programm, das österreichische Universitäten
auszeichnet, die ihren Anteil an Professorinnen innerhalb eines
gewissen Beobachtungszeitraums erhöht haben. Die Donau-Universität
Krems wurde gleich mit zwei Prämien geehrt. Diese Mittel werden nun
wiederum für Frauen fördernde Maßnahmen eingesetzt. (31.01.07)
Rückfragehinweis:
Gisela Gruber Pressesprecherin Donau-Universität Krems Tel. +43 (0)2732 893-2249 mailto:[email protected] www.donau-uni.ac.at/presse
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