Donau-Universität Krems zieht Bilanz

Krems (OTS) - Nach zwei Jahren unter der Federführung von Rektor Helmut Kramer kann die Donau-Universität Krems eine erfolgreiche Bilanz vorweisen: 2005 und 2006 hat die Weiterbildungsuniversität eine Reihe international renommierter ProfessorInnen und neuer Kooperationspartner gewonnen, die Zahl der Forschungsprojekte um mehr als 18 Prozent gesteigert und das Studienangebot gemäß den Bedürfnissen der Studierenden flexibilisiert.

Seit Herbst 2005 wurden an der Donau-Universität Krems 15 neue Departments eingerichtet. Mit einem Personalstand von nun 337 MitarbeiterInnen ist die Weiterbildungsuniversität auch einer der größten Arbeitgeber der Region. Rektor Kramer ist es gelungen, international renommierte Professorinnen und Professoren nach Krems zu berufen. Diese bringen sowohl Erfahrung aus Ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit mit - beispielsweise von der ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich), der Fernuniversität Hagen oder dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) - als auch wissenschaftliche MitarbeiterInnen unterschiedlicher Nationen. Mit den neuen Professorinnen und Professoren entstanden neue Lehr- und Forschungsbereiche an der Donau-Universität Krems, die an die Basisarbeit der vergangen zehn Jahre anknüpfen und nun auch transdisziplinäre Kooperationen innerhalb des Hauses möglich machen.

Massiver Anstieg der Forschungsprojekte und lukrierten Forschungsgelder

Die Forschung voranzutreiben war eines der zentralen Anliegen des Rektorats bei Amtsantritt. Das Volumen der nationalen und internationalen Forschungsprojekte konnte um mehr als 18 Prozent, die Summe der eingebrachten Forschungsgelder seit 2005 von EUR 1,9 Mio um 21 Prozent auf EUR 2,4 Mio im Jahr 2006 gesteigert werden. Lebenslanges Lernen, das Altern der Gesellschaft, der Wandel der öffentlichen Verwaltung und Fragen des Sicherheitsmanagements stellen die moderne Gesellschaft vor Herausforderungen, zu deren Bewältigung die Donau-Universität Krems mit praxisorientierten Forschungsprojekten beitragen möchte. Dabei sollen Synergien zwischen den 15 Universitätsdepartments intensiv genutzt werden, um Lösungsansätze zu finden, die Sichtweisen unterschiedlicher Disziplinen wie Medizin, IT und Wirtschaftswissenschaften integrieren.

Neue Kooperationen in Mittel- und Osteuropa

Insgesamt kann die Donau-Universität Krems seit 2005 einen Anstieg von über zehn Prozent bei nationalen und internationalen Kooperationen in Lehre und Forschung verzeichnen. Mehr als 113 Kooperationen zählt die Universität seit vergangenem Jahr. Mit der Nominierung von Rektor Helmut Kramer zum Vizepräsident der Donau-Rektoren-Konferenz, einer Vereinigung von 50 Universitäten aus 13 mittel- und osteuropäischen Staaten, nimmt die Donau-Universität Krems nun auch eine Schlüsselposition in einem wichtigen Netzwerk ein.

Kontinuierlich steigende Studierendenzahl

Zurzeit studieren an der Donau-Universität Krems 3.520 Studierende aus über 40 Nationen, das bedeutet ein kontinuierliches Wachstum und für das Jahr 2006 einen Anstieg von knapp 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutlich höher ist die Steigerung bei den internationalen Studierenden, nämlich über 18 Prozent von 2005 auf 2006. Die Zahl der akkreditierten Studiengänge blieb stabil. Die Qualität der Master-Programme ist somit weiterhin gesichert und die erforderliche Transparenz gegeben.

Konsequenter Ausbau der E-Learning-Infrastruktur

Das Studienangebot wurde in den vergangenen zwei Jahren noch gezielter auf die Bedürfnisse der Studierenden zugeschnitten, etwa durch den verstärkten Einsatz von E-Learning-Methoden. Waren es im Jahr 2005 noch zehn E-Learning-Module mit 120 NutzerInnen, so wurden im vergangenen Jahr bereits 95 E-Learning-Module mit 1500 NutzerInnen registriert. Eine Zahl, die für sich spricht und durch den gezielten Ausbau der E-Learning-Infrastruktur erreicht werden konnte. Weiters sollen die existierenden Kommunikationsplattformen für Studierende, MitarbeiterInnen und Vortragende durch Weblogs und E-Portfolios ergänzt werden, um Lehr- und Lernprozesse auf zeitgemäße Art zu unterstützen.

Baukastensystem für maßgeschneidertes Studium

Den aktuellen Bedürfnissen der Studierenden trägt die Universität für Weiterbildung nun auch durch die verstärkte Modularisierung der Lehrgänge Rechnung. So wird eine immer größere Zahl von Programmen in mehreren Varianten mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten und unterschiedlicher Dauer angeboten. Die Studierenden können eine ihren Bedürfnissen entsprechende Variante - vom Certified Program bis zum Master-Lehrgang - wählen oder auch Module individuell zusammenstellen. Wer eine Kurzvariante oder einzelne Lehrgangsmodule absolviert hat, kann sich diese bei einem späteren Upgrade zum Master anrechnen lassen. Dieses "Baukasten-System" wird im kommenden Studienjahr weiterentwickelt und in allen Fachrichtungen forciert werden.

Summer- und Winter-Schools bieten geblockte Weiterbildung

Darüber hinaus ergänzte die Donau-Universität Krems mit Summer-und Winter-Schools, Kurzlehrgängen und Seminaren ihr Angebot an gezielter, geblockter Weiterbildung. "Die Bedeutung der Weiterbildung für Entscheider nimmt stark zu. Einerseits sind die Wissensbasierung der Organisationen und die rasante Entwicklung neuer Technologien dafür verantwortlich, andererseits die längere Erwerbstätigkeit. In verschiedenen Berufsabschnitten und Lebensphasen brauchen berufstätige Menschen immer wieder ein Wissens-Update, um in ihrem Job auf dem letzten Stand zu bleiben", betont Ada Pellert, Vizerektorin für Lehre und Weiterbildung der Donau-Universität Krems.

Erfolgreicher Rechnungsabschluss

Die Donau-Universität Krems erwirtschaftet mehr als drei Viertel ihrer Budgetmittel selbst, vor allem aus Studiengebühren und Forschungsprojekten. Dies ist bei weitem der höchste Anteil unter allen öffentlichen Universitäten Österreichs. Auch im abgelaufenen Jahr 2006 konnte die Eigenfinanzierung (auf Basis des vorläufigen Rechnungsabschlusses) um 8,5 Prozent gesteigert werden, während die öffentliche Sockelfinanzierung nahezu konstant blieb. Die hohe Drittmittelaufbringung auf einem durchaus kompetitiven Markt für tertiäre Bildungsangebote ist nur durch qualitativ anspruchsvolle Leistungen zu erreichen und stellt eine hohe unternehmerische Herausforderung dar.

Das Budget 2006 schloss nach vorläufigem Rechnugsabschluss mit EUR 30,7 Mio ausgeglichen. Der Eigenfinanzierungsanteil liegt bei EUR 23,3 Mio, die öffentliche Sockelfinanzierung bei EUR 7,8 Mio.

Gründung des Alumni-Clubs als erfolgreiches Netzwerk

Anfang Jänner 2006 nahm der Alumni-Club der Donau-Universität Krems offiziell seine Tätigkeit auf und bietet nun erstmals eine Netzwerkplattform für die AbsolventInnen aller Fachrichtungen der Donau-Universität Krems. Fokus der Aktivitäten im ersten Jahr lag auf der Initiierung von Netzwerkveranstaltungen und dem Aufbau eines attraktiven Weiterbildungs- und Serviceangebots. So bietet der Club seit 2006 mehr als 30 speziell auf die Bedürfnisse der AbsolventInnen zugeschnittene Weiterbildungsangebote und Career Services. Bis Ende des vergangenen Jahres konnten 710 Alumni aus 20 Ländern als Mitglieder gewonnen werden - das sind 11,5 Prozent aller AbsolventInnen.

Event-Highlight des Jahres war der Sommerball des Alumni-Clubs, der erstmals im Juni 2006 stattfand und an die 1.000 Besucher in die Donau-Universität lockte. Für 2007 sind unter anderem die Implementierung einer Online-Karriereplattform und eine Studie zu Karriereentwicklung, Weiterbildungsverhalten und Kundenbindung der AbsolventInnen geplant.

Auszeichnung für Erhöhung des Frauenanteils an Professorinnen

Für die Steigerung des Anteils an Professorinnen wurde die Donau-Universität Krems 2006 mit einer Prämie des staatlichen Förderprogramms "Excellentia" ausgezeichnet. Excellentia ist ein High-Potentials-Programm, das österreichische Universitäten auszeichnet, die ihren Anteil an Professorinnen innerhalb eines gewissen Beobachtungszeitraums erhöht haben. Die Donau-Universität Krems wurde gleich mit zwei Prämien geehrt. Diese Mittel werden nun wiederum für Frauen fördernde Maßnahmen eingesetzt. (31.01.07)

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