- 29.01.2007, 11:58:38
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Schöls zu ÖGB-Konflikt: "Mitglieder werden darunter nicht leiden!"
GÖD hat 17 % der ÖGB-Mitglieder, zahlt aber 30 % ÖGB-Kosten
St.Pölten (OTS) - "Ich bedanke mich bei den Mitgliedern und
Funktionären für die Geduld, die sie in den vergangenen Jahre
aufgebracht und dem ÖGB trotz BAWAG und Karibik die Treue gehalten
haben." Das stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher
Dienst NÖ, Alfred Schöls, Sonntagabend bei der ORF-TV-Sendung "offen
gesagt" an die Spitze seiner Ausführungen. Zugleich leuchtete er die
Hintergründe für die jüngsten Vorfälle beim ÖGB-Kongress aus und
betonte, dass "die Mitglieder darunter nicht leiden werden!" Schöls
kritisierte, dass jetzt "viele wie der Blinde von der Farbe reden"
und strich daher die "sehr diffizile Mitgliederbetreuung der GÖD"
hervor, welcher die hohe Organisationsdichte von 80-90 % zu verdanken
ist. "Wir tun was - vor allem vor Ort!" Die GÖD stelle 17 Prozent der
ÖGB-Mitglieder, trage aber 30 % der Kosten der ÖGB-Zentrale.
"War nicht da" gilt nicht als Ausrede für Neugebauer-Nichtwahl
Der Politikwissenschaftler Prof. Ferdinand Karlhofer meinte, die
Nichtwahl Neugebauers sei "deutlich eine Motivengeschichte". Hier
hakte auch Schöls ein: Neugebauer sei "als Mitglied der
parlamentarischen Versammlung des Europarates in Strassburg" und
nicht wegen einer Parteifunktion absent gewesen. Überdies war auch
die ÖGB-Pensionistenvertreterin beim ÖGB-Kongress entschuldigt, wurde
aber mit über 90 % gewählt. Man könne es sich daher "nicht so einfach
machen mit der Ausrede: War nicht da!"
BAWAG: "Nichts gegen die Fähigen, aber gegen die zu allem Fähigen!"
Schöls, der zu dieser Sendung in seiner Funktion als
Ländersprecher der Christgewerkschafter eingeladen war, gab sich
zuversichtlich betreffend die ÖGB-Reform: "Wir sind noch nicht am
Ende des Weges!" Im Zusammenhang mit der Entwicklung der GÖD zu einem
ÖGB-Zweigverein verwies der GÖD NÖ-Vorsitzende auf das
"BAWAG-Debakel, wo wir gesehen haben, wie schlecht die Kontrolle im
ÖGB ist." In Richtung Elsner & Co meinte er: "Wir haben nichts gegen
die Fähigen, aber gegen die zu allem Fähigen!" (schluss)
Rückfragehinweis:
(wochentags): Harald Sterle
Tel.: 02742/35 16 16/0, mailto:goed.noe@goed.at
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