Familienministerin Kdolsky: Über den Tellerrand schauen und junge Familien besser fördern

Bessere Vereinbarkeit und finanzielle Sicherheit - auch von europäischen Modellen lernen

Wien (OTS) - "Noch immer sind die wichtigsten Gründe für ein Leben ohne Kinder finanzielle Überlegungen, unflexible Arbeitszeiten sowie Kinderbetreuungseinrichtungen, die nicht den tatsächlichen Ansprüchen gerecht werden", sagte Familienministerin Andrea Kdolsky heute, Montag. "Mein vorrangiges Ziel in der Familienpolitik der nächsten vier Jahre wird es deshalb sein, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern. Ich möchte auch Vätern mehr Wahlfreiheit und damit mehr Zeit mit ihren Kindern ermöglichen."

Es gehe sowohl um die Förderung von Mehrkind-Familien als auch um die finanzielle Absicherung von alleinerziehenden Frauen und Männern. Gerade Familien mit zwei oder mehr Kindern sowie Alleinerziehende kämen am ehesten in finanzielle Bedrängnis, weil sie in den meisten Fällen mit nur einem Einkommen auskommen müssten.

"Die Politik ist gefordert, jungen Menschen Mut zu machen, ihnen bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, um sich für Kinder zu entscheiden." Dabei werde ich auch über den heimischen Tellerrand schauen und die Familienförderungs-Modelle im benachbarten Europa analysieren." Warum etwa liegt Frankreich mit durchschnittlich zwei Kindern pro Frau 30 Prozent über der österreichischen Geburtenrate? Auch in den skandinavischen Ländern werden pro Familie mehr Kinder geboren als hierzulande.

Studien des IHS belegen, dass die bestehenden österreichischen Familienleistungen, die bereits ab dem ersten Kind zur Verfügung stehen, im internationalen Vergleich sehr großzügig sind. Gegenüber dem einkommensabhängigen britischen Modell haben die einkommensunabhängigen Familientransfers in Österreich deutliche Vorteile, weil damit der Armutsfalle effektiv vorgebeugt wird.

Das Arbeitsprogramm der Bundesregierung sieht nun die zügige Umsetzung einer weiteren Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes vor. Junge Eltern haben künftig die Wahl, entweder wie bisher 36 Monate 436 Euro pro Monat zu beziehen oder bei Halbierung der Bezugsdauer 800 Euro zu bekommen. Und das bei einer gleichzeitigen Anhebung der Zuverdienstgrenze auf 16.200 Euro. "Darüber hinaus müssen wir den wirklichen Bedarf an institutioneller Kinderbetreuung erheben und gemeinsam mit den zuständigen Ländern neue, flexiblere Modelle erarbeiten", so Kdolsky abschließend.

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