- 29.01.2007, 09:47:35
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Familienministerin Kdolsky: Über den Tellerrand schauen und junge Familien besser fördern
Bessere Vereinbarkeit und finanzielle Sicherheit - auch von europäischen Modellen lernen
Wien (OTS) - "Noch immer sind die wichtigsten Gründe für ein Leben
ohne Kinder finanzielle Überlegungen, unflexible Arbeitszeiten sowie
Kinderbetreuungseinrichtungen, die nicht den tatsächlichen Ansprüchen
gerecht werden", sagte Familienministerin Andrea Kdolsky heute,
Montag. "Mein vorrangiges Ziel in der Familienpolitik der nächsten
vier Jahre wird es deshalb sein, die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf weiter zu verbessern. Ich möchte auch Vätern mehr Wahlfreiheit
und damit mehr Zeit mit ihren Kindern ermöglichen."
Es gehe sowohl um die Förderung von Mehrkind-Familien als auch um
die finanzielle Absicherung von alleinerziehenden Frauen und Männern.
Gerade Familien mit zwei oder mehr Kindern sowie Alleinerziehende
kämen am ehesten in finanzielle Bedrängnis, weil sie in den meisten
Fällen mit nur einem Einkommen auskommen müssten.
"Die Politik ist gefordert, jungen Menschen Mut zu machen, ihnen
bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, um sich für Kinder zu
entscheiden." Dabei werde ich auch über den heimischen Tellerrand
schauen und die Familienförderungs-Modelle im benachbarten Europa
analysieren." Warum etwa liegt Frankreich mit durchschnittlich zwei
Kindern pro Frau 30 Prozent über der österreichischen Geburtenrate?
Auch in den skandinavischen Ländern werden pro Familie mehr Kinder
geboren als hierzulande.
Studien des IHS belegen, dass die bestehenden österreichischen
Familienleistungen, die bereits ab dem ersten Kind zur Verfügung
stehen, im internationalen Vergleich sehr großzügig sind. Gegenüber
dem einkommensabhängigen britischen Modell haben die
einkommensunabhängigen Familientransfers in Österreich deutliche
Vorteile, weil damit der Armutsfalle effektiv vorgebeugt wird.
Das Arbeitsprogramm der Bundesregierung sieht nun die zügige
Umsetzung einer weiteren Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes
vor. Junge Eltern haben künftig die Wahl, entweder wie bisher 36
Monate 436 Euro pro Monat zu beziehen oder bei Halbierung der
Bezugsdauer 800 Euro zu bekommen. Und das bei einer gleichzeitigen
Anhebung der Zuverdienstgrenze auf 16.200 Euro. "Darüber hinaus
müssen wir den wirklichen Bedarf an institutioneller Kinderbetreuung
erheben und gemeinsam mit den zuständigen Ländern neue, flexiblere
Modelle erarbeiten", so Kdolsky abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Jürgen Beilein Pressesprecher von Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky Bundesministerium für Gesundheit und Frauen Radetzkystraße 2 1030 Wien Tel: +43/ 1/ 71100-4309 Fax: +43/ 1/ 71100-14305 E-Mail: [email protected] Homepage: www.bmgf.gv.at
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