- 26.01.2007, 12:14:17
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APA-OTS Politikportalanalyse: Foto-Äffäre bringt Strache unter Druck
Innsbruck / Wien (OTS) - Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt
im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der meist
genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im
aktuellen Untersuchungszeitraum (19. bis 25. Jänner 2007) belegt
FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache Rang eins. Bundeskanzler Alfred
Gusenbauer nimmt den zweiten Platz ein, gefolgt von FPÖ-Abgeordneten
Ewald Stadler auf dem dritten Rang.
Die österreichische Medienwelt beschäftigte in dieser
Untersuchungswoche vor allem ein Thema: die Foto-Affäre von FPÖ-Chef
Heinz-Christian Strache. Vergangene Woche waren Bilder aufgetaucht,
auf denen Strache als 18-Jähriger in Uniform bei, so wird vermutet,
Wehrsportübungen mit einschlägigen Rechtsradikalen zu sehen ist.
Strache kommentierte die Bilder als harmlose Paintballspiele, kann
aber weitere Jugendbilder nicht ausschließen. Die Foto-Affäre schlug
parteiintern hohe Wellen, die FPÖ stand vor der Zerreißprobe.
Das Rätselraten und die Gerüchte um die Hintergründe der Fotos,
die Stellungnahmen Straches sowie der "Bruderkrieg" in der FPÖ
positionieren Heinz-Christian Strache mit 1028 Nennungen an der
Spitze des Rankings.
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nimmt in dieser Woche mit 794
Nennungen den zweiten Rang ein. Die Debatte um die Studiengebühr
findet kein Ende. Zahlreiche Vereine (Bergrettung, Freiwillige
Feuerwehren, Blasmusik…) fordern die Anrechnung der 60 Stunden
Sozialdienst für ehrenamtliche Arbeit. Der Kanzler trat weiters mit
dem EU-Verfahren zu den Zugangsbegrenzungen für ausländische
Medizin-Studenten medial in Erscheinung. Auf Rang drei findet sich
mit 583 Nennungen Nationalratsabgeordneter Ewald Stadler, der von
Strache als Quelle der aufgetauchten Skandalfotos ausgemacht wurde.
Zuvor hatte Strache Stadler den Klubobmannposten verwehrt und die
freiheitliche Akademie entzogen. Die parteiinternen Machtkämpfe der
beiden Kontrahenten konnten aber beigelegt werden.
Unter den ersten Fünf des Rankings sind diese Woche weiters
Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (Rang vier, 531 Nennungen,
Ortstafeln) sowie ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer (Rang fünf, 377
Nennungen, ÖGB-Kongress, Wahl zum Präsidenten).
In das Top-30 Politikerranking sind unter anderem neu
eingestiegen: die neue Wiener Vizebürgermeisterin und
Finanzstadträtin Renate Brauner (Rang elf, 198 Nennungen),
ÖVP-Abgeordneter und GÖD-Chef Fritz Neugebauer (Rang zwölf, 193
Nennungen, gegen Beamtenabbau, Niederlage bei ÖGB-Vorstandswahl),
ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon (Rang 14, 174 Nennungen),
SPÖ-Abgeordnete und ÖGB-Frauenchefin Renate Csörgits (Rang 22, 124
Nennungen, ÖGB-Vorstandwahl) und die Wiener Stadträtin Sonja Wehsely
(Rang 26, 94 Nennungen).
Die SPÖ stellt in dieser Woche 13 PolitikerInnen im Top-30
Ranking. Die ÖVP positioniert sich mit elf VertreterInnen, gefolgt
von der FPÖ mit zwei Akteuren. Das BZÖ ist mit einem Politiker im
Ranking vertreten, die Grünen konnten keinen Vertreter
positionieren. Weiters finden sich im Ranking: der ehemalige
Finanzminister Karl-Heinz Grasser, ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer
und GPA-Chef Wolfgang Katzian.
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.
Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den
kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download
über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).
Rückfragehinweis:
MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Mag. Clemens Pig, Geschäftsführender Gesellschafter
Tel.: +43 512 588 959-10
mailto:[email protected]
http://www.apa-mediawatch.at
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