- 25.01.2007, 09:41:43
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"Statuten mit 'ÖGB neu', in SP-Köpfen aber noch 'ÖGB uralt'" GÖD NÖ-Schöls-Resümee zum ÖGB-Kongresseklat und "ÖGB neu" Vorrücken bei Christgewerkschaftern: Schöls jetzt Ländersprecher
St.Pölten (OTS) - In den Statuten haben wir - mit wenigen
Gegenstimmen - die 'ÖGB neu' geschaffen. Aber in den Köpfen allzu
vieler SP-Gewerkschafter ist - wie die Wahl zeigte - leider noch
immer ein 'ÖGB uralt' vorhanden." So brachte der Vorsitzende der
Gewerkschaft Öffentlicher Dienst NÖ, Alfred Schöls, am Tag nach dem
ÖGB-Kongress die Ereignisse auf den Punkt. Den Eklat bei der Wahl
bezeichnete Schöls als "traurigen Beweis dafür, dass allzu viele in
der SP-Fraktion den ÖGB immer noch als ihr Parteieigentum ansehen.
Damit torpedieren sie selbst alle Anstrengungen, einen 'ÖGB neu' zu
schaffen." In seinem Resümee kritisierte Schöls, dass "bei der Wahl
die Intoleranz der Genossen durchgeschlagen hat, gezielt den
Vertreter jener Gewerkschaft heraus zu schießen, die entscheidend zum
finanziellen Fortbestand eines 'ÖGB neu' beigetragen hat und
beiträgt."
In diesem Zusammenhang richtete Schöls, der auch Vorsitzender der NÖ
Christgewerkschafter ist, eine deutliche Warnung an die
SP-Gewerkschafter:
"Jene sozialistischen Funktionäre, die glauben, dass die ÖGB-Krise
nur ein Betriebsunfall war, der durch die Wahl am 1. Oktober
repariert wurde, irren sich gewaltig!" Denn dieser vermeintliche
"Betriebsunfall" sei aus dem SP-System heraus entstanden. Schöls
hofft, "dass alle aus den Fehlern der Vergangenheit endlich lernen."
Konkret erwartet sich der Vorsitzende, dass etwa bei der
Neustrukturierung der ÖGB-Regional-Organisation "nicht der frühere
Fehler begangen wird, dass es sich de facto um SP-Sekretariate
handelt, nur auf andere Ebene". Die ÖGB-Mehrheitsfraktion dürfe die
neuen Statuten nicht als Beruhigungspille nach außen missverstehen,
sondern ernst nehmen. Ich hoffe, dass sie bei ihrem
Demokratieverständnis zulegen", sagte Schöls dazu abschließend.
Innerhalb der Fraktion Christlicher Gewerkschafter rückte Schöls
deutlich vor: Als Vorsitzender der mit 80.000 Mitgliedern weitaus
stärksten Landesfraktion der Christgewerkschafter wurde er in der
Funktion eines "Ländersprechers" als einer der Stellvertreter des
neuen Vorsitzenden Dr.
Norbert Schnedl in das FCG-Bundespräsidium gewählt. (schluss)
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