Studiengebühren-Befreiung für Blaulichtorganisationen

Erster Erfolg für Feuerwehrorganisation

Wien (OTS) - Einen ersten Erfolg kann das Feuerwehrwesen in Bezug auf eine mögliche Studiengebühren-Befreiung seiner studierenden Feuerwehrmitglieder für sich verbuchen: Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer steht der Forderung in einer ersten Reaktion positiv gegenüber. Auch das Wissenschaftsministerium, unter der Leitung von Bundesminister Dr. Johannes Hahn, kann sich offenbar eine Regelung in dieser Richtung vorstellen und hat einen Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark zur Mitarbeit in der Expertenkommission eingeladen.

Zur Erinnerung: Sollten die 60 Stunden Sozialarbeit pro Uni-Semester zur Befreiung der Studiengebühr von der Regierung beschlossen werden, sieht der Landesfeuerwehrverband Steiermark darin als logische Folge die Befreiung für studierende Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren.

Rechnet man die 5,31 Millionen freiwillig geleisteten Einsatz- und Arbeitstunden des Jahres 2006 der steirischen Feuerwehrorganisation, so kommen auf jedes aktive Feuerwehrmitglied rund 150 Stunden Feuerwehrdienst. Dies entspricht mehr als 18 Arbeitstage ehrenamtlicher Dienst im Jahr! Derzeit verfügen allein die Steirischen Feuerwehren über 3.507 Studienberechtigte bis zum Jahrgang 1988.
Der Landesfeuerwehrverband Steiermark kann sich künftig aber auch ein Modell für beitrittswillige Studenten vorstellen, wonach sie in dem geforderten Zeitraum die Grundausbildung bei den Feuerwehren absolvieren können.

Zusätzliche Aktualität verleiht dem Thema die Tatsache, dass in der Bundesrepublik Deutschland gerade an einem Gesetz gearbeitet wird, welches Mitgliedern freiwilliger Einsatzorganisationen ebenfalls Steuerermäßigung zugestehen soll. Hier verlief der Trend in Österreich genau entgegengesetzt: Die letzte Novellierung des Vereinsgesetzes brachte den ehrenamtlichen Blaulichtorganisationen eine massive steuerliche Verschlechterung.

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