Katholische Jungschar meldet 11.000 GruppenleiterInnen von der Studiengebühr ab

Weiterhin kritische Bewertung eines finanziellen Abgleichens von ehrenamtlichem Engagement

Wien (OTS) - Eine Befreiung von den Studiengebühren fordert die Katholische Jungschar Österreichs (KJSÖ) für ihre 12.000 ehrenamtlich tätigen GruppenleiterInnen. "Mit regelmäßigen Gruppenstunden, der Durchführung von Jungscharlagern und der jährlichen Sternsingersaktion leisten unsere Jungschar-GruppenleiterInnen weit mehr als die von der Koalition geforderten 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit pro Semester", erklärt der Bundesvorsitzende Thomas Garber und fügt an: "Unsere Gesellschaft braucht Jugendliche, die sich für andere einsetzen. Die Jugendlichen brauchen dafür die Anerkennung der Gesellschaft."

Grundsätzlich hält die Katholische Jungschar jedoch fest, dass die Rückvergütung von Studiengebühren nicht das geeignete Mittel zur Förderung und Aufwertung des Ehrenamtes ist. Der finanziellen Bewertung ehrenamtlicher Arbeit hält die Katholische Jungschar ihre alte Forderung nach einer Aufwertung des Ehrenamtes in Form von Anerkennung am Arbeitsmarkt oder bessere soziale Absicherung entgegen. "Sollte ein Freiwilligendienst zur Befreiung von der Studiengebühr dennoch eingeführt werden, melden wir unsere 12.000 ehrenamtlichen GruppenleiterInnen von der Studiengebühr ab. Sie alle erfüllen die Kriterien nach sozialem Engagement mehr als verlangt.", kündigt Thomas Garber an.

Generell lehnt Garber Studiengebühren aber weiterhin ab. Er weiß, wovon er spricht: Als Theologiestudent zahlt auch er Studiengebühren und kennt als Bundesvorsitzender der Jungschar das Dilemma unzähliger GruppenleiterInnen, Studium und Ehrenamt in Einklang bringen zu müssen und nebenher Lebensunterhalt sowie Studiengebühren zu finanzieren. "Die derzeitige Praxis der Studiengebühren richtet sich nicht nur gegen die Studierenden, sondern auch gegen die Kinder. Ehrenamt braucht Zeit. Die Finanzierung der Studiengebühren raubt Zeit."

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