Ferrero-Waldner: "Eine Mehrheit in Europa will auch mehr an EU!"

Rede vor dem Wirtschaftsclub des Österreichischen Cartellverbandes

Wien (OTS) - "Eine Mehrheit in Europa will mehr an EU, wenn es um die Verteidigung der Menschenrechte, den Kampf gegen den Terrorismus und eine aktive europäische Nachbarschaftspolitik geht", erklärte EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner gestern Abend in einer Rede vor der Generalversammlung des Wirtschaftsclubs des Österreichischen Cartellverbandes, "das ist eine Chance, die man ergreifen muss". Im Zuge der Generalversammlung des Wirtschaftsclubs wurde der bisherige Vorstand, an der Spitze der Vorstandsvorsitzende Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV-Versicherung, im Amt einstimmig bestätigt.

Als eine der wesentlichsten Herausforderungen der Zukunft sieht Ferrero-Waldner den "Wettlauf um die Energie". Mögliche Auswirkungen dieses Wettlaufes bzw. von Kriegen seien für Europa Terrorismus, zunehmende Migrations-Ströme sowie schwankende Aktienmärkte. "Das wird uns auch in Europa treffen", so Ferrero-Waldner. Eine effiziente Bewältigung bzw. Vorsorge bei drohenden Krisen oder Konflikten sei eine gute Chance für die Europäische Union. Als wesentliches Ziel der EU-Außenpolitik nannte die EU-Kommissarin den Ausbau einer funktionierenden "Nachbarschafts-Wirtschaftsgemeinschaft". "Die Europäische Union zählt erst seit wenigen Tagen 27 Mitglieder. Wir werden aber auch von jenen Ländern gebraucht, denen wir derzeit keine konkrete Beitrittsperspektive geben können. Wir schaffen im Zuge dieser Nachbarschafts-Wirtschaftsgemeinschaft einerseits mehr Stabilität innerhalb der Union und helfen andererseits diesen Ländern beim Ausbau von Menschenrechten und der Rechtsstaatlichkeit", erklärte Ferrero-Waldner.

Ferrero-Waldner: Regierungsbildung ist "eine gute Einigung".

Zur österreichischen Regierungsbildung meinte Ferrero-Waldner, diese sei "eine gute Einigung, für die Wolfgang Schüssel auch ein starkes Fundament gebaut hat". Es sei positiv, dass man "Erreichtes bewahren und darauf aufbauen will", so Ferrero-Waldner. "Österreichs Wirtschaft bzw. Unternehmen sind so stark, dass sie an sich jede Regierung aushalten. Das Wahlversprechen ´Alles bleibt besser´ ist jedoch mit diesem Regierungsprogramm gut eingelöst", meinte Vorstandsvorsitzender Norbert Griesmayr abschließend.

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