Klausur des Stiftungsrats berät Programmschema 2007 und Standortfrage

Wien (OTS) - Das neue ORF-Fernsehprogrammschema 2007 mit der
großen Programmreform und eine Zwischeninformation über den Standort ORF-Zentrum standen im Mittelpunkt einer Arbeitsklausur des ORF-Stiftungsrats und des Programmausschusses des Publikumsrats mit der ORF-Geschäftsführung am Samstag, dem 20. Jänner 2007, im ORF-Zentrum Wien. Im Anschluss informierten Vorsitzender Dr. Klaus Pekarek und ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz über die Inhalte der Klausurtagung. Wrabetz und Pekarek hoben das gute und konstruktive Gesprächsklima hervor. Vorsitzender Dr. Pekarek: "Ein bis in die Zehenspitzen motiviertes Team hat seine Vorstellungen für die Zukunft präsentiert. Der Klimawandel im ORF - in jedem Wortsinn -ist überall spürbar."

Neues TV-Programmschema mit Info-Offensive

Das neue ORF-TV-Programmschema soll am 22. Februar dem Stiftungsrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden und am 10. April in Kraft treten. Schwerpunkte der Reform sind eine Informationsoffensive, Verstärkung der Eigenproduktion, bessere Sendeplätze für anspruchsvolle Produktionen und eine Stärkung der Vorabendzeitzone zwischen 17.00 und 20.15 Uhr.

Nach derzeitigem Planungsstand könnte die neue Sendeabfolge in ORF 1 mit einem Infotainmentmagazin beginnen, gefolgt von Kaufserie, der Eigenproduktion "Mitten im Achten", einem neuen Szenemagazin und einem Nachrichtenformat für ein junges Publikum um ca. 20.00 Uhr. Insgesamt soll ORF 1, wie Generaldirektor Dr. Wrabetz erklärte, ein "eigenständiges Senderprofil mit eigenproduzierten markenfähigen Sendungen" erhalten.

Für den neuen Vorabend in ORF 2 ist folgender Ablauf geplant: Die Bundesländerinformationssendung "Österreich heute" beginnt um 17.00 Uhr, danach folgen eine Unterhaltungsserie, ein Konsumentenmagazin, die Sendung "Bundesland heute" und die "Zeit im Bild 1". Anschließend stehen "Wetter", "Sport" und "Seitenblicke" auf dem Programm. ORF 1 und ORF 2 sollen im Vorabend nicht gegeneinander programmiert werden. Als Ziel nannte Dr. Wrabetz, mehr Seherinnen und Seher für die ORF-Information zu gewinnen.

Zum Thema Durchschaltung der "Zeit im Bild 1" informierte Dr. Pekarek, dass der Stiftungsrat diese Frage "nicht ideologisch oder politisch, sondern nüchtern und sachlich" diskutieren werde.

Neues österreichisches Format "Mitten im Achten"

Die neue Vorabendserie "Mitten im Achten" nannte Generaldirektor Dr. Wrabetz "eine österreichische Großproduktion, wie es sie bisher noch nie gegeben hat": "’Mitten im Achten’ wird in Wien von einer österreichischen Produktionsfirma mit österreichischen Schauspielern und österreichischer Regie produziert. Sie ist ein Impuls für den heimischen Produktionsstandort."

Kein Zeitdruck bei Standortfrage

Generaldirektor Dr. Wrabetz informierte weiters darüber, dass bei der Standortfrage alle bisherigen Vorarbeiten von seinem neuen Team evaluiert würden, zusätzliche Analysen seien in Vorbereitung. "Das ORF-Zentrum ist nicht baufällig, es gibt keinen Zeitdruck bei der Entscheidung über die weitere Vorgangsweise." Derzeit würden die drei Varianten Minimal-, Maximalsanierung und Neubau einer eingehenden Prüfung unterzogen. Bis zur endgültigen Entscheidung müssten die Fragen der Dringlichkeit einer allfälligen Generalsanierung bzw. entsprechende Finanzierungsmodelle geklärt werden. Dr. Wrabetz: "Ich habe keine Präferenz für eine der Varianten, neben den betriebswirtschaftlichen Faktoren müssen organisatorische und strategische Kriterien berücksichtigt werden. Letztlich ist das aber auch eine emotionale Frage."

Auch für dieses Thema wurden weitere Informationen für die kommende Stiftungsratssitzung am 22. Februar angekündigt.

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