APA-OTS Politikportalanalyse: Gusenbauer in der Kritik

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (12. bis 18. Jänner 2007) belegt Bundeskanzler Alfred Gusenbauer Rang eins. ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel nimmt den zweiten Platz ein, gefolgt von Vize-Kanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer auf dem dritten Rang.

In der medialen Berichterstattung Österreichs dreht sich in dieser Woche alles um die neue Regierung und deren Programm. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nimmt mit 2340 Nennungen erneut klar die Spitze des Rankings ein. Der so genannte "Umfaller" der SPÖ - Nichteinhaltung des Wahlversprechens die Studiengebühren abzuschaffen - ruft zahlreiche Kritiker auf den Plan. Gusenbauer sieht sich mit Protestaktionen, schlechten Umfragewerten, Partei-Austritten und harscher Kritik an seiner Person konfrontiert. Der Bundeskanzler lehnt Nachverhandlungen aber weiter ab. Er versuchte den Studenten als gutes Beispiel voranzuschreiten und will selbst Nachhilfeunterricht geben.

An zweiter Stelle findet sich wie im vorangegangenen Ranking VP-Klubobmann Wolfgang Schüssel (819 Nennungen). Der ehemalige Parteichef und Kanzler übergab diese Woche sein Amt völlig diskret dem neuen Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Weiters trat er im Zusammenhang mit dem Ortstafel-Disput und dem Gerichtsprozess der "falschen" Pflegerin seiner Schwiegermutter medial in Erscheinung.

Der neue "starke Mann der ÖVP", Vizekanzler Wilhelm Molterer belegt mit 551 Nennungen den dritten Rang im Ranking. Der Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (Rang vier, 516 Nennungen) übergab sein Amt an Molterer. Weitere mediale Top-Themen: Studiengebühren, Kindergeld Nachbesserung, Streit von Erwin Pröll und Andreas Khol wegen Grassers Abgang.

Auf Rang fünf platziert sich diese Woche mit 429 Nennungen Verteidigungsminister Norbert Darabos (Vergangenheit als Zivildiener, Amtsantritt, Eurofighter).

In das Top-30 Politikerranking sind unter anderem neu eingestiegen: ÖVP-Seniorenchef Andreas Khol (Rang 15, 200 Nennungen, Konflikt mit Pröll), SP-Staatssekretärin Christa Kranzl (Rang 20, 140 Nennungen, Amtsantritt, Koralmbahn) und BZÖ-Chef Peter Westenthaler (Rang 27, 108 Nennungen, BZÖ-Prügelprozess, Kritik an Gusenbauer).

Die SPÖ stellt in dieser Woche 13 PolitikerInnen im Top-30 Ranking. Die ÖVP positioniert sich mit zwölf VertreterInnen, gefolgt vom BZÖ mit zwei Akteuren. Die FPÖ ist mit Heinz-Christian Strache (Rang 21, 134 Nennungen) im Ranking vertreten, die Grünen konnten keinen Politiker positionieren. Weiters finden sich im Ranking: die parteilosen Politiker Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Bundespräsident Heinz Fischer (Rang elf, 240 Nennungen).

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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