- 18.01.2007, 16:59:00
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"KURIER"-Kommentar: Von Andreas Schwarz über Haider und die Ortstafeln
Der Orange ist längst bedeutungslos - nur seine Gegner arbeiten dagegen.
Wien (OTS) - Eines der beliebtesten Spiele der österreichischen
Innenpolitik ist ja das Haider-Wachküssen.
Der Wahl-Kärntner, der 20 Jahre das Land genarrt hat, und seine
Schrumpforangen sind in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht. Als
Landeshauptmann hat er gerade noch ein Spielfeld: die leidige
Ortstafel-Frage.
Er hat sich, das ist in der Tat hinterletzt, über alle
VfGH-Sprüche hinweggesetzt und die Umsetzung eines
Minderheitenrechts mit einer Geisteshaltung aus dem vorvorigen
Jahrhundert verweigert.
Gescheitert ist die Umsetzung im Sommer aber auch an der SPÖ: Sie
verweigerte einem Konsens das Ja, um Schüssel nicht noch einen
Erfolg zukommen zu lassen.
Jetzt steht die Lösung großkoalitionär doch wieder an. Doch statt
das Ergebnis abzuwarten, reicht schon ein Haider-Satz ("Dann gar
keine Ortstafeln") zu landesweiter Aufregung und der fiebrigen
Erörterung, ob Haider nicht absetzbar wäre.
Solcherart wieder in den Schlagzeilen hat Haider den größten Spaß.
Noch schnell eine Andeutung, dass er ja auch wieder in die
Bundespolitik zurückkehren könnte - hollodero, da ist er wieder dank
der Wachküsser.
Dabei könnte Küssen so viel mehr Spaß machen.
Rückfragehinweis:
KURIER
Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
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