"KURIER"-Kommentar: Von Andreas Schwarz über Haider und die Ortstafeln

Der Orange ist längst bedeutungslos - nur seine Gegner arbeiten dagegen.

Wien (OTS) - Eines der beliebtesten Spiele der österreichischen Innenpolitik ist ja das Haider-Wachküssen.

Der Wahl-Kärntner, der 20 Jahre das Land genarrt hat, und seine Schrumpforangen sind in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht. Als Landeshauptmann hat er gerade noch ein Spielfeld: die leidige Ortstafel-Frage.

Er hat sich, das ist in der Tat hinterletzt, über alle VfGH-Sprüche hinweggesetzt und die Umsetzung eines Minderheitenrechts mit einer Geisteshaltung aus dem vorvorigen Jahrhundert verweigert.

Gescheitert ist die Umsetzung im Sommer aber auch an der SPÖ: Sie verweigerte einem Konsens das Ja, um Schüssel nicht noch einen Erfolg zukommen zu lassen.

Jetzt steht die Lösung großkoalitionär doch wieder an. Doch statt das Ergebnis abzuwarten, reicht schon ein Haider-Satz ("Dann gar keine Ortstafeln") zu landesweiter Aufregung und der fiebrigen Erörterung, ob Haider nicht absetzbar wäre.

Solcherart wieder in den Schlagzeilen hat Haider den größten Spaß. Noch schnell eine Andeutung, dass er ja auch wieder in die Bundespolitik zurückkehren könnte - hollodero, da ist er wieder dank der Wachküsser.

Dabei könnte Küssen so viel mehr Spaß machen.

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