Darmann: Eurofighter-Reduzierung bedeutet Nachrüsten der Saab-105 mit "vergoldeten Schrauben"

"Kosten wären wirtschaftlich nicht vertretbar"

Wien (OTS) - "Die von Verteidigungsminister Darabos angestrebte Verringerung der Stückzahl von 18 auf Stück bei den EUROFIGHTERN wird eine viel umfangreichere Nachrüstung bei den Saab-105 erfordern, als bisher vorgesehen", sagte heute BZÖ-Abgeordneter Mag. Gernot Darmann am Rande des Eurofighter-Untersuchungsausschusses.

Dies bedeute aber, daß man jede neue Schraube bei der Saab-105 vergolden könne, denn eine dem Verwendungszweck entsprechende Nachrüstung werde so kostenintensiv, daß es sich wirtschaftlich niemals rechnen könne. Die Saab 105 sei in keiner Armee der Welt mehr eingesetzt, was die Kosten für Ersatzteile extrem erhöhe und eine Ersatzteilgarantie fast unmöglich mache. "Wenn man die Anzahl der Eurofighter reduziert, dann muß man mit den Saab-105 auch Einsätze fliegen und das in einem nicht unerheblichen Ausmaß an Stunden. Weiters bedeutet das eine nachhaltige Aufrüstung der Bewaffnung für die hauptsächlich als Trainer eingesetzten Saab-105", so Darmann. Außerdem ändere dies auch nichts an der zu geringen Einsatzgeschwindigkeit der Saab-105, um für alle Einsätze geeignet zu sein.

Auch die von seinem Parteikollegen STS Matznetter angestrebte Lösung mit F-18 Flugzeugen- wie in der Schweiz - als Alternative zum Eurofighter sei mehr als an den Haaren herbeigezogen. "Die Schweiz hat nämlich bis 1999 F-18 C und D gekauft, die mittlerweile gar nicht mehr erzeugt werden. Die einzigen F-18 die Österreich von den USA kaufen könnte wären welche vom Typ E und F, die aber bekanntlich ungefähr 57 Millionen US-Dollar pro Stück kosten und somit zu den teuersten Fliegern in dieser Klasse zählen", erläuterte Darmann.

"Die krausen Pläne des neuen Verteidigungsministers sind jedenfalls mit immensen Kosten verbunden und machen eine ausreichende Luftraumüberwachung nahezu unmöglich. So geben wir die Republik der Lächerlichkeit Preis und schädigen das Image Österreichs in der Welt nachhaltig", sagte der BZÖ-Abgeordnete abschließend.

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