BZÖ Pressedienst: Zitate Sozialministers Erwin Buchinger aus der "Die Zeit"

Wien (OTS) - Der BZÖ-Pressedienst freut sich, den Kolleginnen und Kollegen der Medien einige ausgesuchte Fragen und Antworten aus dem heutigen Interview von Sozialminister Erwin Buchinger mit der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" zur Kenntnis bringen zu dürfen.

ZEIT: Wurden nicht auch im Wahlkampf zu hohe Erwartungen geweckt? Buchinger: Kann durchaus sein, dass wir zu vollmundig gewesen sind.

ZEIT: Tatsächlich?
Buchinger: In der Ressortverteilung ist es nicht gelungen. Da hat sich die ÖVP überproportional durchgesetzt.

ZEIT: Schmerzen muss es Sie auch, dass Sie den Bereich Arbeit nicht in Ihr Ministerium aus dem Wirtschaftsressort zurückholen konnten. Buchinger: Wo er auch nicht hingehört. Das war gewiss nicht das Ziel, geschweige denn ein Traumergebnis.

ZEIT: Wann haben Sie erfahren, nur über ein reduziertes Sozialministerium zu verfügen?
Buchinger: Am Montag der Vorwoche, als das Abkommen in der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

ZEIT: Ihr erster Gedankenflash?
Buchinger: Ja darf denn das wahr sein? Ich habe dann um eine Erklärung ersucht. Die hat mich nicht erfreut, aber ich habe sie verstanden.

Buchinger:Mich schmerzt das persönlich.
ZEIT: Das muss doppelt schmerzhaft sein, handelt es sich doch um Ihre Kernkompetenz.
Buchinger: Und es wird mich noch lange schmerzen.

ZEIT: Über Ihr Ressort hinausgehend
Buchinger: sollte diese Regierung daran gemessen werden, ob es ihr gelingt, eine leistungsfähige Gesellschaft zu entfalten, die gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt gewährleistet.

ZEIT: Das heißt konkret aber gar nichts.
Buchinger: Das heißt alles.
ZEIT: Wenn es alles heißt?
Buchinger: heißt es auch wieder nichts? Gut.

ZEIT: Sie glauben tatsächlich, die vorgesehenen Mittel, etwa für Investitionen in Bildung und das Sozialsystem, wären ausreichend? Buchinger: Nein. Aber es ist gelungen, den Weg in die richtige Richtung zu beschreiten, wenn auch in einem viel zu langsamen, zu wenig ambitionierten Tempo.

Buchinger:. Ich habe noch einen Vorstoß unternommen, eine Vermögensbesteuerung in der Höhe von 0,5 Prozent ab einer Untergrenze von 500000 Euro einzuführen.

Interview Joachim Riedl in der "Die Zeit" Nr. 04 vom 18.01.2007

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