- 17.01.2007, 11:37:24
- /
- OTS0107 OTW0107
GLOBAL 2000: BM Pröll macht Österreich zum Klimaschutz-Schlusslicht
Start in die neue Legislaturperiode mit dramatisch schlechten Klimaschutz-Werten - Mahnaktion vor dem Landwirtschaftsministerium
Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert
anlässlich der heutigen Präsentation der Emissionsbilanz 2005 die
Klima-Politik von Bundesminister Josef Pröll und fordert eine
radikale Trendwende. Angesichts der weiteren Steigerung der
Treibhausgasemissionen auf nun 93,2 Millionen Tonnen pro Jahr ortet
GLOBAL 2000 ein völliges Versagen von Bundesminister Pröll beim
Klimaschutz. "Durch Prölls Politikversäumnisse ist Österreich zum
Klimaschutz-Schlusslicht geworden. Offensichtlich ist für Minister
Pröll globale Verantwortung ein Fremdwort, obwohl für viele Menschen
der Klimawandel zur tödlichen Bedrohung geworden ist. BM Pröll ist
anscheinend nicht in der Lage, wirksamen Klimaschutz in der Regierung
durchzusetzen. Wir befürchten für die kommende Legislaturperiode eine
ähnlich verantwortungslose und wirkungslose Klima-Politik wie in der
abgelaufenen Periode", so GLOBAL 2000 Pressesprecher Andreas Baur.
"Statt einen Schritt hin zum Klimaschutz, hat Österreich einen
weiteren Schritt weg vom Kyotoziel gemacht", kommentiert Baur die
Zahlen. Mittlerweile liegt Österreich 18,1 Prozent über den
Emissionswerten von 1990, das heißt Österreich ist defacto fast 30
Prozent entfernt vom Kyoto-Pfad. Statt die Treibhausgasemissionen in
20 Jahren um 13 Prozent zu reduzieren, muss Österreich jetzt
innerhalb von drei Jahren um 30 Prozent reduzieren. "Die Ausrede
Tanktourismus zieht nicht, da dieses Phänomen ein hausgemachtes ist."
Vier Prozent Anstieg im Bereich Industrie gegenüber 2004 zeigt, dass
der derzeit praktizierte Emissionshandel keine wirksame
Klimaschutzmaßnahme ist. "Der leichte Rückgang der Emissionen 2004
und der starke Anstieg 2005 zeigen, dass BM Pröll keine Klimapolitik
macht, sondern nur auf warmes Wetter wartet", so Baur.
Deshalb bringt GLOBAL 2000 als dringende Mahnung einen Lattenpegel
zur Hochwassermessung mit der Aufschrift "Stoppen wir die globale
Erwärmung, bevor uns das Wasser bis zum Hals steht" am Eingang des
Lebensministeriums an. "Damit soll der Minister jeden Morgen daran
erinnert werden, dass die drohende Klimakatastrophe sofortige
Klimaschutz-Maßahmen erfordert", so Baur. Denn Klimaschutz ist die
zentrale Herausforderung der Umweltpolitik. Die Lattenpegel-Aktion
beim Umweltministerium ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von
GLOBAL 2000-Aktionen, bei denen der Lattenpegel als Symbol für den
anhaltenden Klimawandel in Österreich im Mittelpunkt steht.
Bilder von der Lattenpegelaktion unter www.global2000.at
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Andreas Baur 0664/103 24 23 Lydia Matzka 069914200026 Tel.: (++43-1) 812 57 30/0 mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GLL






