- 12.01.2007, 13:16:08
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Multisystematrophie soll heilbar werden
Neurologenkongress erstmals in Österreich
Innsbruck (OTS) - Multisystematrophie (MSA) - eine Krankheit mit
geschätzten 40.000 Betroffenen EU-weit - soll heilbar werden. Dieses
Ziel stand im Zentrum eines internationalen Neurologenkongresses in
Innsbruck. "Im Kampf gegen die bisher unheilbare, neurodegenerative
Erkrankung MSA sind Neurotransplantationen - Nervenzellverpflanzungen
im Gehirn - eine Hoffnung", sagte der Neurologe und
Kongressorganisator, Univ.-Prof. Dr.
Gregor K. Wenning bei der Tagung in Innsbruck.
Im Kampf gegen MSA sorgt das Team der Innsbrucker
Universitätsklinik für Neurologie für internationales Aufsehen. Die
Gruppe um Univ.-Prof. Dr. Werner Poewe, Vorstand der Innsbrucker
Universitätsklinik für Neurologie und Univ.-Prof. Dr. Gregor K.
Wenning, Leiter des MSA-Forschungsschwerpunktes, arbeitet als eines
der global führenden Zentren an Nervenzellverpflanzungen im Gehirn.
"Durch die Verpflanzung neuronaler Stammzellen in jene Areale, die
durch MSA zerstört wurden, könnten wir die Krankheit lindern", hofft
Wenning. Dass solche "Reparaturen" im Gehirn erfolgreich verlaufen
können, haben die Innsbrucker im Labor mit Hilfe modernster
molekularbiologischer Methoden bewiesen. Mittels Stammzelltherapie
konnten sie Parkinson-ähnliche Symptome in MSA-Modellen vermindern.
Bei der MSA sind verschiedene Hirnareale betroffen. Nicht alle
diese Areale sind einer Stammzelltherapie zugänglich.
Neurotransplantationen müssen daher durch schützende
(neuroprotektive) Strategien ergänzt werden, um den Krankheitsverlauf
zu bremsen. Eine Schlüsselrolle im gestörten Zellstoffwechsel der MSA
scheint das Eiweiß alpha-Synuclein zu spielen, wie sich aus
Innsbrucker Befunden am weltweit ersten Mausmodell ergibt. Wie genau
alpha-Synuclein zum Nervenzelluntergang führt, wird derzeit
untersucht. Am Kongress, der erstmals in Österreich stattfand,
nahmen Mediziner aus zwölf europäischen Ländern, den USA, Japan und
Südkorea teil.
Web: http://www.emsa-sg.org/msa2007/index.htm
Web: http://www.i-med.ac.at/neurologie/forschung/cnbu/
Rückfragehinweis:
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Gabriele Rampl
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