• 11.01.2007, 11:09:30
  • /
  • OTS0086 OTW0086

ExpertInnen zu sozialen Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe

StR. Sonja Wehsely eröffnete Veranstaltung "Wiederaufbau zwischen Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit"

Wien (OTS) - Zu den wichtigsten Projekten der Wiener Auslandshilfe
in den letzten Jahren zählt die Wiener Tsunami-Opferhilfe mit
insgesamt zwei Millionen Euro. Die Maßnahmen in Folge der Katastrophe
zeigten die oft unterschiedlichen Prioritäten von
Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe auf. Während
Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit partizipativ geplant und
durchgeführt werden, setzt Katastrophenhilfe auf Schnelligkeit und
Flexibilität. Das Österreichische Nord-Süd Institut für
Entwicklungszusammenarbeit begleitete ein Wiederaufbauprojekt des
Arbeiter-Samariter-Bundes Österreichs in Sri Lanka soziologisch. Bei
der Veranstaltung "Wiederaufbau zwischen Katastrophenhilfe und
Entwicklungszusammenarbeit" der
Magistratsdirektion-Auslandsbeziehungen und des Österreichischen
Nord-Süd Instituts für Entwicklungszusammenarbeit, die Mittwoch Abend
im Wiener Rathaus stattfand, wurde u.a. auch dieses Projekt
präsentiert.

Die für die Wiener Auslandshilfe zuständige Stadträtin Sonja
Wehsely eröffnete die Veranstaltung: "Wir alle wissen, dass
Auslandshilfe meistens ein Tropfen auf dem heißen Stein bleibt - und
dass die Ursachen von Problemen der sich entwickelnden Länder nicht
zuletzt in der Aufrechterhaltung von Handelshemmnissen durch die
Industrienationen liegen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten setzt die
Auslandshilfe der Stadt Wien dennoch darauf, Menschen konkret vor Ort
zu helfen."****

In rund zwei Jahren hat der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
(ASBÖ) weit über 10.000 Opfern der Flutkatastrophe in Sri Lanka
geholfen. Zwischen Jänner und März 2005 - kurz nach der Flutwelle zu
Weihnachten 2004 - waren die HelferInnen rund 7.000 Arbeitsstunden im
Dauereinsatz. Mittlerweile 323 neu errichtete Häuser und umfangreiche
Instandsetzungsarbeiten schenkten rund 3.500 der am schlimmsten
betroffenen Menschen ein neues, sicheres Dach über dem Kopf.

Als wichtigste Sofortmaßnahme wurde die medizinische
Erstversorgung gesehen. Bereits 48 Stunden nach der Tsunami-Flutwelle
waren MitarbeiterInnen des ASBÖ vor Ort in Sri Lanka. Vordringlich
war zunächst die Aufbereitung von Trinkwasser sowie die Unterbringung
tausender obdachloser Menschen. Mithilfe von vier
Trinkwasseraufbereitungsanlagen konnten rund 10.000 Liter Trinkwasser
pro Tag aufbereitet werden.

Einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit des
Wiederaufbau-Projektes leistete die soziologische Begleitung des
ASBÖ-Projektes durch das Österreichische Nord-Süd Institut für
Entwicklungszusammenarbeit. So konnten Lösungsansätze zum Aufbau
entwicklungsorientierter, längerfristig wirkender
Kooperationsstrukturen erarbeitet und die lokalen Gemeinden in den
Wiederaufbauprozess einbezogen werden.

Das Österreichische Nord-Süd-Institut für
Entwicklungszusammenarbeit (ÖNSI) wurde 1991 gegründet. Ziele sind
der Aufbau und die Stärkung demokratischer und
zivilgesellschaftlicher Strukturen in sich entwickelnden Ländern.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) me

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag. Michael Eipeldauer
   Tel.: 4000/81 853
   Handy: 0664/826 84 36
   mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel