Geplante Neuregelung der Studiengebühren absurd und inakzeptabel

ÖH Medizin Wien fordert die Anrechnung der sozialen Tätigkeiten im Medizinstudium.

Wien (OTS) - Die Einigung der Koalitionspartner in Bezug auf die Neuregelung der Studiengebühren überbietet alle bisherigen Vorschläge an Absurdität.

"Die Medizinstudierenden müssen in ihrer knapp bemessenen Freizeit dringend benötigtes Geld verdienen, um sich ihr Studium leisten zu können", stellt Jenny Bruni, Vorsitzende der ÖH Medizin Wien, fest.

"Zusätzliche freiwillige soziale Arbeiten sind daher kaum möglich, zumal Zettelverteilen auf der Straße für Studierende rentabler ist, als soziale Leistungen für umgerechnet 6,05 Euro die Stunde zu erbringen", zeigt sich Marian Galovic, stv. Vorsitzender der ÖH Medizin, empört.

Das Medizinstudium, das als eines der sozialsten Studien gilt, kämpft mit unverschuldeten Wartezeiten und ist das längste und aufwändigste Studium überhaupt.

"Im Rahmen des Studiums müssen Humanmedizinstudierende in ihrer Freizeit 18 Wochen Famulaturen in Spitälern absolvieren. Durch das verschulte Studiensystem ist es uns kaum bis gar nicht möglich, in unserer Freizeit zusätzliche freiwillige Leistungen zu erbringen ", erklärt Julia Straub, stv. Vorsitzende der ÖH Medizin.
"Sollte die enttäuschende Einigung tatsächlich bestehen bleiben, muss die Famulaturzeit vollständig auf die 60 Stunden freiwillige Arbeit angerechnet werden", fordert Jenny Bruni abschließend.

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