- 08.01.2007, 09:42:16
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"Am Schauplatz": Wenn Spielen zur Sucht wird
"Keine Chance" am 9. Jänner in ORF 2
Wien (OTS) - Kunden privater Glücksspielbetreiber beschweren sich
bereits lange, dass Geldspielautomaten manipuliert würden. Doch
bisher verliefen selbst Strafanzeigen im Sand. Spieler scheinen in
Österreich für Wirtschaft und Politik vor allem eines zu sein: eine
bequeme Einnahmequelle. Um ihren Schutz kümmert man sich wenig. Jetzt
könnte endlich Bewegung in die Angelegenheit kommen. "Ihr seid ja
alle Betrüger". - An fast jedem Arbeitstag musste Mario sich das von
seinen Gästen anhören. Bis vor kurzem war er Hallenaufseher in einem
privaten Automatencasino. Irgendwann einmal konnte sich der ehemalige
Spieler einfach nicht mehr in den Spiegel schauen. "Hier werden in
wenigen Stunden Existenzen vernichtet." Eine "Am
Schauplatz"-Reportage über Glücksmaschinen, die viele ins Unglück
stürzen, von Christine Grabner - zu sehen am Dienstag, dem 9. Jänner
2007, um 22.30 Uhr in ORF 2.
Doch über Glück oder Unglück der Spieler entscheidet zumeist nicht
das Schicksal, davon ist der ehemalige Servicemitarbeiter überzeugt.
"Ich habe viele Beobachtungen gemacht, die darauf hinweisen, dass
Maschinen direkt gegen oder für jemanden spielen, also von
irgendwoher gesteuert werden."
Nach der ersten "Am Schauplatz"-Sendung über Glücksmaschinen im
Oktober 2006 haben sich viele Betroffene beim Redaktionsteam
gemeldet: Der Grazer Spielsüchtige Hans Peter Heller etwa hat der
Redaktion angeboten, mit ihm durch die Stadt zu ziehen. In den
Spielhallen dort wären die Zustände noch schlimmer als in Wien. "Es
gewinnt schon lange keiner mehr etwas, erst werden die Menschen
abhängig gemacht, dann wird die Gewinnquote nach unten geschraubt."
Jetzt will er sich an einer geplanten Sammelklage beteiligen. Es gehe
ihm dabei gar nicht ums Geld. "In einem Rechtsstaat muss doch
irgendjemand gegen die illegalen Automaten vorgehen!"
Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Astrid Wagner
(01) 87878 - DW 12098
http://presse.ORF.at
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