• 04.01.2007, 14:00:16
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  • OTS0119 OTW0119

Mehrsprachigkeit bedeutet Reichtum

Ortstafelfrage: Superintendent Sauer bestürzt über Angriff Landeshauptmann Haiders auf Bischof Schwarz

Villach (epdÖ) - "Bestürzt" zeigt sich der Kärntner Superintendent
Mag. Manfred Sauer über den "verbalen Angriff von Landeshauptmann Dr.
Jörg Haider gegenüber Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz". Es gehe, so
Sauer, Bischof Schwarz um "differenziertes Wahrnehmen und sensibles
Bemühen um eine einvernehmliche Lösung in der Ortstafelfrage".
Hierbei verstehe sich Sauer als Weggefährte und Mitstreiter von
Schwarz.

Haider hatte Bischof Schwarz attackiert, der ein "Ende des unwürdigen
Ortstafelschauspiels" gefordert hatte. Haider meinte dazu, Bischof
Schwarz stelle sich damit auf die Seite von Rechtsbrechern, "die den
sozialen Frieden in Kärnten brechen".

In seiner Stellungnahme erinnert Superintendent Sauer "an die
feierliche Aufstellung der zweisprachigen Ortstafel in Windisch
Bleiberg/Slovenji Plaijberk, an die versöhnlichen und
zukunftsweisenden Worte von Landeshauptmann Haider, Bundeskanzler Dr.
Wolfgang Schüssel und allen anderen Festrednern sowie an die
gemeinsame Segenshandlung durch Bischof Schwarz und mich als
Vertreter der beiden Kirchen in unserem Land". Es sei für Sauer "ein
historischer Augenblick gewesen, der uns alle darin bestärkte, dass
Zweisprachigkeit Reichtum bedeutet und eine zweisprachige Ortstafel
zum Symbol werden kann für eine friedliche und einander bereichernde
Koexistenz zweier Sprachkulturen".

Hirtenamt in besonderer Verantwortung will zusammenführen

Leider habe sich diese Hoffnung bis jetzt "nicht erfüllt". Die
Ortstafelfrage sei als Wahlkampfthema instrumentalisiert und
missbraucht worden, "mit allen beschämenden und unerfreulichen
Nebenwirkungen". So könnten die jüngsten Aktionen und Äußerungen "nur
als unwürdiges Schauspiel bezeichnet werden".

Sauer schließt sein Statement "in der besonderen Verantwortung
unseres Hirtenamtes, in dem wir nicht polarisieren wollen, sondern
zusammenführen". Der Superintendent zeigt sich überzeugt, "dass dies
auch der feste Wille der Mehrheit der Kärntnerinnen und Kärntner
ist".

Rückfragehinweis:
epdÖ
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12
Dr. Thomas Dasek
mailto:[email protected]
http://www.evang.at

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