- 02.01.2007, 11:19:55
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Das RSO im Jänner: Gustav Mahlers "Fünfte" und Dvoráks "Neunte"
Wien (OTS) - Bekanntes und Beliebtes steht im Jänner auf dem
Konzertprogramm des RSO Wien: im Stadttheater Baden (12.1.) Dvoráks
9. Symphonie "Aus der neuen Welt", Beethovens Egmont-Ouvertüre und
Schuberts "Unvollendete" und im Musikverein (19.1.) Gustav Mahlers
"Fünfte" und Sofia Gubaidulinas "Offertorium".
Am 12. Jänner gastiert das RSO Wien unter Bertrand de Billy im
Stadttheater Baden (Konzertbeginn: 19.30 Uhr) mit Beethovens Musik
gewordenem Freiheitswillen, seiner Egmont-Ouvertüre, Schuberts wohl
romantischster Symphonie, seiner "Unvollendeten" und Dvoráks von
Heimweh geprägter Huldigung an Amerika, seiner Symphonie "Aus der
neuen Welt". Ein Programm, das das RSO im Februar auch bei einer
zweiwöchigen Japan-Tournee spielt.
Dvoráks 9. Symphonie "Aus der neuen Welt" ist auch schon einen Tag
davor im Rahmen der "Klassischen Verführung" zu erleben: dargeboten
vom RSO Wien unter Chefdirigent Bertrand de Billy, Moderator ist
Wilhelm Sinkovicz. Die "Klassische Verführung" am 11. Jänner im
RadioKulturhaus beginnt um 19.30 Uhr. In Kooperation mit dem Wiener
Stadtschulrat findet am Vormittag (11.00 Uhr) auch eine
Schülervorführung statt. Ö1 strahlt den Mitschnitt am 15. Jänner ab
10.05 Uhr aus.
Die Werke Gustav Mahlers wurden von der zeitgenössischen Kritik
nicht sehr freundlich aufgenommen. Tatsächlich hat es mehr als
fünfzig Jahre gedauert, bis in den Sechzigerjahren langsam eine
Mahler-Renaissance einsetzte. Heute zählen seine Symphonien zum
selbstverständlichen und beliebten Konzertrepertoire. Auch zu dem des
RSO. Chefdirigent Bertrand de Billy interpretiert jedes Jahr eines
der großen symphonischen Werke. Am 19. Jänner dieses Jahres ist
Mahlers "Fünfte" an der Reihe, zu großer Popularität gekommen durch
den Einsatz des Adagiettos in Luchino Viscontis Film "Der Tod in
Venedig". Im RSO-Konzert im Wiener Musikverein wird diese Symphonie
kombiniert mit dem Werk einer Komponistin, die ebenfalls lange um
Anerkennung ringen musste - allerdings eher aus politischen Gründen:
Die heute 75-jährige, in Tschistopol an der Wolga geborene, Sofia
Gubaidulina hatte seit ihrer Studienzeit einen mühsamen,
hindernisreichen Weg. Wie viele ihrer sowjetischen Kollegen wurde sie
mit Ausreise- und Aufführungsverboten belegt. In den Achtzigerjahren,
also mit großer Verspätung, wurde ihr Werk auch im Westen bekannt -
vor allem durch den regen Einsatz von Violinist Gidon Kremer. Heute
zählt sie zu den führenden Vertretern der Neuen Musik aus der
ehemaligen Sowjetunion. Seit Beginn der Neunzigerjahre lebt Sofia
Gubaidulina in der Nähe von Hamburg. Ihr Violinkonzert hat den Titel
"Offertorium", denn als Hauptthema dient das Thema aus J. S. Bachs
"Musikalischem Opfer", das aber gar nicht von Bach selbst stammt,
sondern ihm zur Improvisation von König Friedrich II. aufgetragen
wurde. Gewidmet hat Gubaidulina das Konzert Gidon Kremer. Solist ist
der österreichische Geiger Benjamin Schmid. Das Konzert im Wiener
Musikverein am 19. Jänner beginnt um 19.30 Uhr, Ö1 überträgt live.
Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter:
http://rso-wien.ORF.at (ih)
Rückfragehinweis:
ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
Tel.: (01) 501 01/18050
mailto:isabella.henke@orf.at
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