• 31.12.2006, 09:00:00
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Bartenstein: EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien bedeutet auch Aufwertung des Donauraumes

Strategische Position Österreichs im neuer Wirtschaftsraum vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer

Wien (OTS) - "Der Beitritt Bulgariens und Rumäniens zur
Europäischen Union sorgt für eine wirtschaftliche Stärkung des
Donauraumes und lässt hier eine Wirtschaftsregion mit einem
beachtlichen Potential entstehen. Abgesehen von diesen beiden neuen
EU-Mitgliedern werden vor allem Österreich, aber auch Deutschland,
von diesem Markt, der vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer reicht,
profitieren." Das erklärte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein am
Vorabend der EU-Erweiterung auf 27 Mitgliedstaaten. Österreich werde
den beiden Ländern daher weiterhin hilfreich zur Seite stehen und das
Hineinwachsen in die Union fördern.

Der Beitritt von Bulgarien und von Rumänien ist für die
österreichische Wirtschaft aufgrund der ausgezeichneten politischen
und wirtschaftlichen Beziehungen mit beiden Ländern von großer
Bedeutung. Zahlreiche österreichische Unternehmen haben die Zeichen
der Zeit bereits frühzeitig erkannt und in den letzten Jahren enge
wirtschaftliche Beziehungen zu beiden Staaten geknüpft, so dass
Österreich sowohl in Bulgarien als auch in Rumänien zum größten
ausländischen Investor avancierte. Der EU-Beitritt beider Länder
bringt für österreichische Investoren eine weitere Verbesserung der
Rechtssicherheit.

Österreich ist in beiden Ländern der wichtigste ausländische
Investor. Rund 30 Prozent aller ausländischen Investitionen in
Rumänien wurden bisher von österreichischen Firmen getätigt. Die
größten österreichischen Investoren sind die OMV, die 2004 um 1,5
Mrd. Euro den Öl- und Gaskonzern Petrom übernommen hat und die Erste
Bank, die im Dezember 2005 für 3,75 Mrd. Euro die Mehrheit an der
Banca Comerciala Romana (BCR) übernahm.

In Bulgarien hat die EVN 271 Mio. Euro in die beiden bulgarischen
Stromverteiler Plovdiv und Stara Zagora investiert und die Mobilkom
Austria.hat den bulgarischen Mobilnetzbetreiber Mobiltel um 1,6 Mrd.
Euro erworben.

Nicht nur bei den Investitionen sondern auch im bilateralen Handel
haben sich Bulgarien und Rumänien zu bedeutenden Wirtschaftspartnern
entwickelt. Beide Staaten sind interessante Hoffungsmärkte für
österreichische Exporteure. So belief sich der Wert der
österreichischen Exporte nach Bulgarien im Jahr 2005 auf rund 451
Millionen Euro (+ 15,9%), Im selben Zeitraum betrugen die
österreichischen Exporte nach Rumänien bereits über 1,4 Milliarden
Euro (+16,4).

Im Zeitraum Jänner bis September dieses Jahres setzte sich der
Exportboom in die beiden künftigen Mitgliedstaaten weiter fort. So
stiegen die Ausfuhren nach Bulgarien im Vergleich zur
Vorjahresperiode um 23,2%, jene nach Rumänien nahmen sogar um fast
30% zu.

Der Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt wird für Bulgarien
und Rumänien genau so geregelt wie dies für die Arbeitnehmer der
neuen Mitgliedländer seit 2004 gegolten hat.
Österreich macht vom Übergangsregime zur Freizügigkeit und zur
Dienstleistungsfreiheit Gebrauch und wird für die Zulassung
rumänischer und bulgarischer Bürger zum österreichischen Arbeitsmarkt
die nationalen Regelungen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes
jedenfalls für die nächsten zwei Jahre anwenden.

Die Übergangsregelungen für die neuen EU - Staaten haben sich
bisher bewährt. Es ist damit gelungen, den Zugang neuer EU-Bürger
bedarfsorientiert und im Wesentlichen ohne negative Auswirkungen auf
den Arbeitsmarkt zu steuern. Durch die kontrollierte Zulassung neuer
EU-Bürger konnten auch die Beschäftigungschancen der inländischen und
bereits integrierten ausländischen Arbeitskräfte gewahrt werden,
betonte Bartenstein.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
   Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec
   Tel.: (01) 711 00-5108
   Referat Presse: Dr. Harald Hoyer
   Tel.: (01) 711 00-5130
   mailto:[email protected]
   Internet: http://www.bmwa.gv.at

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