• 29.12.2006, 09:07:58
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AK Befragung zeigt: Pendler wollen mehr Pünktlichkeit und bessere Informationen!

Wien (OTS) - Züge, die im Stau stehen, unzureichende Informationen
an der Haltestelle, mangelnder Komfort. Das sind die Hauptklagen der
von der AK befragten 340 Arbeitspendler nach Wien. "Pendler wollen
endlich verlässliche Verbindungen und falls nötig, rasche Infos über
Verspätungen", schlussfolgert AK Verkehrsexpertin Sylvia Leodolter.
Für die AK Expertin sind die Ergebnisse ein Beweis mehr, dass mehr
für die Pendler getan werden muss. "Es muss eine starke Lobby für die
Anliegen der Pendler her, die die Arbeitswege kürzer und einfacher
macht", sagt Leodolter.

Täglich pendeln 190.000 Arbeitnehmer aus Niederösterreich und dem
Burgenland nach Wien in die Arbeit. Davon kommen fast drei Viertel
mit dem Auto und jeder Vierte mit Bus und/oder Bahn. Mit den neuen
ÖBB-Fahrplänen ab 10. Dezember konnte die AK zwar Verbesserungen für
die Pendler erreichen, aber es blieben auch wichtige Pendler-Wünsche
auf der Strecke, z.B. der 15-Minuten-Takt der S7. Die AK wird sich
weiterhin für Verbesserungen einsetzen. "Immerhin bestimmt auch der
Arbeitsweg die Lebensqualität der Arbeitnehmer mit", betont
Leodolter.

Die AK Pendlerbefragung zeigt: Insgesamt erwarten sich 82 Prozent
der Befragten Pünktlichkeit bei der Fahrt in die Arbeit. Bessere
Infos an der Haltestelle erwartet sich jeder dritte Pendler. Und
jeder Vierte will mehr Komfort.

Bemängelt werden die Verspätungen vorwiegend von den Ost- und
Nordost-Pendlern. Fast alle Befragten (95 Prozent) wünschen sich,
dass Nord-, Ostbahn oder regionale Busse die Fahrplanzeiten auf dem
Weg zur Arbeit einhalten. "Pendler müssen ihren Arbeitsplatz
pünktlich erreichen können, damit ihr Job sicher ist", sagt
Leodolter, "man kann ihnen nicht zumuten, dass sie im Verkehr stecken
oder auf Öffis warten."

Wer mit Nord-, Ostbahn, Hainburger Bahn oder Bussen fährt, kämpft
sich mit schlechten Informationen an der Haltestelle und im Öffi ab.
So verlangt fast jeder zweite Pendler aus dem Nordosten und Norden
bessere Informationen an den Haltestellen, im Zug oder Bus will sie
fast jeder Dritte aus dem Norden und Südosten.

Mehr Komfort in den öffentlichen Verkehrsmitteln wünschen sich 43
Prozent der befragten Pendler aus dem Nordwesten, die mit der
Nordwestbahn, Franz-Josefs-Bahn oder regionalen Buslinien fahren.
Jeder dritte Pendler aus dem Südosten, Osten und Westen sehnt sich
ebenfalls nach bequemeren Zügen oder Bussen.

Die AK hat im heurigen Herbst 340 Pendlerinnen und Pendler aus
mehreren Wiener Großbetrieben nach ihren Wünschen auf dem Weg zur
Arbeit nach Wien befragt. Sie kamen aus den Regionen Norden (Laa an
der Thaya, Mistelbach), Nordwesten (Retz, Hollabrunn, Stockerau,
Waldviertel, Tulln, Klosterneuburg), Nordosten (Bernhardsthal,
Gänserndorf, Bratislava, Marchegg), Westen (St. Pölten, Wienerwald),
Süden (Wiener Neustadt, Baden), Südosten (Ebenfurth, Pottendorf),
Osten (Kittsee, Pamhagen, Bruck an der Leitha, Hainburg, Schwechat).

Rückfragehinweis:
Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at

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