• 27.12.2006, 10:00:00
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Accenture-Studie: Medienbranche hat "Hunger" auf Inhalte

Neue digitale Übertragungswege als Herausforderung an Medienunternehmen. Großes Wachstumspotenzial für Onlineplattformen und Internetfernsehen.

Wien (OTS) - Neue digitale Verbreitungswege werden in den
kommenden Jahren das Wachstum der Medien- und Unterhaltungsbranche
beschleunigen. Die Unternehmen müssen jetzt die richtigen
Entscheidungen treffen, um auch in Zukunft Wachstumspotenziale
ausschöpfen zu können. In einer weltweiten Studie befragte Accenture
mehr als 130 Top-Manager der Medien- und Unterhaltungsbranche zu
deren Strategien für die Zukunft.

Das kräftige Wachstum wird nach Ansicht der Studienteilnehmer
besonders durch zwei Faktoren getrieben: Neue Vertriebswege und neue
Inhalte. 67 Prozent der Befragten erwarten, dass neue
Verbreitungswege wie etwa Online, Mobilfunk, Satelliten- und
Kabelfernsehen oder Fernsehen per Internet (IPTV) das Wachstum in der
Medienbranche vorantreiben werden. Rund ein Fünftel der befragten
Manager (21 Prozent) prognostizieren, dass vor allem neue Inhalte und
Formate die Medienindustrie wachsen lassen. "Mit einer zunehmenden
Anzahl von Vertriebskanälen wird der "Hunger" auf neue, exklusive
Inhalte automatisch zunehmen. Um sich vom Massenmarkt zu
differenzieren, besteht eine Chance für professionelle Anbieter
darin, gezielt hochwertige neue Inhalte zu produzieren", erklärt Dr.
Nikolaus Mohr, Partner im Bereich Media & Entertainment bei
Accenture.

IPTV löst traditionelles TV-Geschäft erst in drei Jahren ab

Mit den größten Zuwächsen rechnen fast 90 Prozent der Befragten im
Bereich Online-Plattformen, gefolgt von mobilen Diensten (73 Prozent)
sowie Satelliten- und Kabelkanälen (41 Prozent). Auch die noch
relativ junge Technologie IPTV betrachten 36 Prozent als einen der
Kanäle mit entsprechendem Wachstumspotenzial. Trotz der positiven
Wachstumsprognosen für IPTV werden die Erfolgsaussichten der neuen
digitalen Verbreitungsform ganz unterschiedlich eingeschätzt. Die
große Mehrheit der Führungskräfte (78 Prozent) aus der TV-Branche ist
der Ansicht, IPTV werde das traditionelle TV-Geschäft grundlegend
revolutionieren. "Trotz eines zu erwartenden raschen Wachstums werden
signifikante Umsätze erst in drei Jahren erreicht", meint Nikolaus
Mohr. "Die großen Erwartungen in die neue TV-Technologie werden durch
die noch unzureichende Kenntnis der Konsumenten gedämpft - hier
besteht noch Nachholbedarf".

Medienunternehmen mit eigenem Programmangebot in Pole-Position

Über vier Fünftel der Studienteilnehmer (83 Prozent) erwarten,
dass Medienunternehmen, die selbst Inhalte und Formate anbieten, für
den künftigen Wettbewerb am besten positioniert sind. Anbieter von
Inhalten wie etwa Fernsehprogrammen, Filmen, Werbung oder Büchern
haben demnach die besten Zukunftschancen. "Durch die Verfügbarkeit
neuer Vertriebskanäle müssen die Produzenten von Inhalten ihre
Angebote über möglichst viele Wege gleichzeitig vermarkten", meint
Nikolaus Mohr. "Wem das jetzt schnell und mit einem einheitlichen,
überzeugenden Marktauftritt gelingt, der wird im Wettbewerb die Nase
vorn haben."

Viele Telekommunikationsunternehmen sehen sich demgemäß nicht mehr
als reine Infrastrukturanbieter, sondern wollen eigene
Unterhaltungsangebote vermarkten. Fast zwei Drittel der Befragten (60
Prozent) glauben, dass die Telekommunikationsbranche für den
künftigen Wettbewerb in der Medienindustrie gut aufgestellt ist. Für
die Kabel- und Satellitenbetreiber sehen 44 Prozent der Befragten
eine gute Positionierung, die Aussichten des Einzelhandels als
Vertriebskanal gelten mit 14 Prozent allgemein als eher schlecht. Zu
den Bereichen, die in den kommenden fünf Jahren am stärksten wachsen
werden, gehören nach Ansicht der befragten Studienteilnehmer
insbesondere Fernseh-Formate (50 Prozent) und Werbung (31 Prozent),
aber auch Videospiele (23 Prozent), Verlagsprodukte (22 Prozent),
Musik (22 Prozent) sowie Filme (21 Prozent). "User Generated Content
kann sicherlich als alternative Geburtstätte für neue attraktive
Inhalte angesehen werden", so Mohr.

Über die Studie:

Für die Accenture Media-Content-Studie wurden im Frühjahr 2006
insgesamt 130 Top-Manager von führenden Unternehmen aus TV, Film,
Musik Verlagen, Videospiele, Radio und Werbung weltweit befragt. Die
persönlichen Interviews und Telefonbefragungen wurden von einem
Meinungsforschungsinstitut im Auftrag von Accenture durchgeführt.

Über Accenture:

Accenture ist ein weltweit agierender Management-, Technologie-
und Outsourcing-Dienstleister. Mit dem Ziel, Innovationen umzusetzen,
hilft das Unternehmen seinen Kunden, durch die gemeinsame Arbeit
leistungsfähiger zu werden. Umfangreiches Branchenwissen,
Geschäftsprozess-Know-how, internationale Teams und
Umsetzungskompetenz versetzen Accenture in die Lage, die richtigen
Mitarbeiter, Fähigkeiten und Technologien bereitzustellen, um so die
Leistung seiner Kunden zu verbessern. Mit rund 140.000 Mitarbeitern
in 48 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen
Fiskaljahr (zum 31. August 2006) einen Nettoumsatz von 16,65
Milliarden US-Dollar. Die Internet-Adresse lautet www.accenture.at

Rückfragehinweis:

Accenture
   Börsegebäude
   Schottenring 16, 1010 Vienna
   www.accenture.at   Mag. Katharina Riedl
   Tel.: +43 1 20502 33048
   Fax: +43 1 20502 1
   mailto:[email protected]

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