Aktueller Stand Explosion Chemiepark Linz

Linz (OTS) - - Unabhängiges internationales Expertenteam zur Ursachenfindung der Explosion im Chemiepark Linz eingesetzt

- Betreuung der betroffenen Familienmitglieder der verunglückten Personen sichergestellt

Die AMI hat zur Erhebung des genauen Unfallherganges und der Unfallursache ein internationales Expertenteam eingesetzt, dass so rasch als möglich mit der Aufnahme der Arbeiten beginnen wird.

Sobald genauere Informationen über den tatsächlichen Unfallhergang und Ursachen vorliegen werden wir weiter informieren.

In erster Linie gilt jetzt die ganze Anteilnahme den Familienangehörigen der tödlich verunglückten Arbeiter und des schwer verletzten Mitarbeiters der AMI.

Ungeachtet des Unglücksherganges wird die AMI gemeinsam mit den betroffenen Firmen der beiden verunglückten Mitarbeiter eine aktive Unterstützung für die betroffenen Familien gewährleisten.

Außerdem sind sofort alle Maßnahmen in Richtung Krisenintervention und ärztlicher Betreuung der Familienangehörigen als auch der Mitarbeiter am Standort sowie der am Einsatz befindlichen Kräfte in die Wege geleitet worden.

Am Chemiepark Linz fand am 21.12.06 gegen 08.18 bei einer Anlage der AMI Agrolinz Melamine International eine Behälterexplosion statt.

An diesem Behälter, welcher mit einem Wasser - Lauge - Gemisch teilweise gefüllt war, wurden "Heißarbeiten" durchgeführt, wobei vorab sämtliche Sicherheitsmaßnahmen wie Freigabescheinwesen, Erlaubnisschein, Sicherungsposten, etc. eingehalten wurden.

Während dieser Arbeiten kam es aus derzeit noch ungeklärter Ursache zu einer Explosion.

Bei dieser Explosion wurden die beiden mit diesen Arbeiten beschäftigten Mitarbeiter der Firma Kremsmüller tödlich verletzt.

Der Sicherungsposten der Firma AMI wurde in Folge der Explosion schwer verletzt und sofort in das UKH zur Versorgung eingeliefert.

Die in unmittelbarer Nähe befindliche Ammoniakanlage und sonstige technische Einrichtungen am Chemiepark Linz wurden dabei nicht beschädigt, d.h. keine unmittelbaren Strukturschäden an baulichen oder sonstigen technischen Einrichtungen am Chemiepark Linz konnten festgestellt werden.

Die Ammoniakanlage wurde unmittelbar nach der Explosion in Sicherheitsstellung gefahren.

Die Rettungs- und Gefahrenabwehrmaßnahmen wurden in Zusammenarbeit mit der Betriebs- und Berufsfeuerwehr gemäß dem Gefahrenabwehrplan des Chemiepark Linz sofort und unmittelbar eingeleitet. Die unmittelbar betroffenen Mitarbeiter werden durch das Team des Roten Kreuzes psychologisch betreut.

Zu keinem Zeitpunkt der Explosion bestand Gefahr für die Anrainer oder die Umwelt.

Derzeit ist ein Sachverständigenteam bestehend aus Experten und Behördenvertretern an der Abklärung der Ursachen beschäftigt.

Sobald nähere Informationen und Details über die Ursachen der Explosion vorliegen werden wir weiter informieren.

Rückfragen & Kontakt:

AMI Agrolinz Melamine International GmbH
Pressesprecher
Gerald Kneidinger
gerald.kneidinger@agrolinz.com
Tel.: +43/732/6914/2048
Fax: +43/732/6914/62048

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