Erklärung zur Explosion im Chemiepark Linz am 21. Dezember 2006 08.18 Uhr

Linz (OTS) - Am Chemiepark Linz fand am 21.12.06 gegen 08.18 bei einer Anlage der AMI Agrolinz Melamine International eine Behälterexplosion statt.

An diesem Behälter, welcher mit einem Wasser - Lauge - Gemisch teilweise gefüllt war, wurden "Heißarbeiten" durchgeführt, wobei vorab sämtliche Sicherheitsmaßnahmen wie Freigabescheinwesen, Erlaubnisschein, Sicherungsposten, etc. eingehalten wurden.

Während dieser Arbeiten kam es aus derzeit noch ungeklärter Ursache zu einer Explosion.

Bei dieser Explosion wurden die beiden mit diesen Arbeiten beschäftigten Mitarbeiter der Firma Kremsmüller tödlich verletzt.

Der Sicherungsposten der Firma AMI wurde in Folge der Explosion schwer verletzt und sofort in das UKH zur Versorgung eingeliefert.

Die in unmittelbarer Nähe befindliche Ammoniakanlage und sonstige technische Einrichtungen am Chemiepark Linz wurden dabei nicht beschädigt, d.h. keine unmittelbaren Strukturschäden an baulichen oder sonstigen technischen Einrichtungen am Chemiepark Linz konnten festgestellt werden.

Die Ammoniakanlage wurde unmittelbar nach der Explosion in Sicherheitsstellung gefahren.

Die Rettungs- und Gefahrenabwehrmaßnahmen wurden in Zusammenarbeit mit der Betriebs- und Berufsfeuerwehr gemäß dem Gefahrenabwehrplan des Chemiepark Linz sofort und unmittelbar eingeleitet. Die unmittelbar betroffenen Mitarbeiter werden durch das Team des Roten Kreuzes psychologisch betreut.

Zu keinem Zeitpunkt der Explosion bestand Gefahr für die Anrainer oder die Umwelt.

Derzeit ist ein Sachverständigenteam bestehend aus Experten und Behördenvertretern an der Abklärung der Ursachen beschäftigt.

Sobald nähere Informationen und Details über die Ursachen der Explosion vorliegen werden wir weiter informieren.

Rückfragen & Kontakt:

Gerald Kneidinger / Pressesprecher AMI Agrolinz Melamine International
Gerhard Czejka / Kommandant Betriebsfeuerwehr Linz
Gerhard Greßlehner / Branddirektor Stv. Berufsfeuerwehr Linz

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