• 20.12.2006, 12:27:24
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Grüne Wien: Skandalöser RH-Bericht zu den Privateinkünften der ÄrztInnen am AKH

Pilz: "Stadträtin Brauner muss endlich handeln"

Wien (OTS) - "Der jüngste Rechnungshof-Bericht dokumentiert wieder
einmal dass das AKH ein Eldorado für Nebenbeschäftigungen und
Privateinkünfte für ÄrztInnen in Leitungspositionen ist", kommentiert
die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz, die
Ergebnisse des Berichtes.

Am AKH wurden 2004 mehr als 12 Mio Euro an Privathonoraren verdient.
Für die Benutzung der Infrastruktur und für die Bereitstellung des
Nicht-ärztlichen Personals zur Versorgung von PrivatpatientInnen
bekommt das AKH davon keinen Cent.

"Stadträtin Brauner weigert sich, anders als in den anderen
Bundesländern, das Wiener Krankenanstaltengesetz so zu novellieren,
dass endlich Geld in die leeren Kassen kommt. Scheinbar fällt es ihr
leichter die steigenden Selbstbehalte im Gesundheitswesen für die
WienerInnen zu akzeptieren als einigen Top-VerdienerInnen im
öffentlichen Gesundheitswesen einen fairen Beitrag abzuverlangen", so
Pilz und fordert eine transparente und gesetzeskonforme Einhebung der
Sondergebühren durch den Anstaltsträger und die Einführung eines
angemessenen Infrastrukturbeitrages am AKH.

"Es ist unerträglich, dass einige wenige ÄrztInnen im öffentlichen
Gesundheitswesen derartig hohe Summen privat lukrieren können und die
Allgemeinheit für die Defizite durch immer höhere Selbstbehalte
belastet wird", so Pilz abschließend.

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