Ultraheiß und blitzschnell

Christian-Doppler-Labor für Mikrowellenchemie wird von Anton Paar mitfinanziert

Graz (OTS) - Spitzenforschung an der Karl-Franzens-Universität Graz: Am 17. Jänner 2007 wird das Christian-Doppler-Labor für Mikrowellenchemie offiziell eröffnet. Die Anton Paar Gmbh, der Hochpräzisions-Messgeräte-Hersteller mit Firmenhauptsitz in Graz, unterstützt das Labor finanzkräftig. Wissenschafter und Wissenschafterinnen der Karl-Franzens-Universität werden sich der angewandten Grundlagenforschung zum Einsatz von Mikrowellen in der Chemie widmen.

Der Einsatz der Mikrowelle zur rasanten Beschleunigung chemischer Prozesse hat in den Forschungslabors eine neue Ära eingeleitet. Ao.Univ.-Prof. Dr. C. Oliver Kappe von der Karl-Franzens-Universität Graz zählt zu den internationalen Spitzenforschern auf diesem Gebiet. Unter seiner Leitung wurde im Juli 2006 mit der Einrichtung des Christian-Doppler-Labors für Mikrowellenchemie an der Uni Graz begonnen. Am 17. Jänner wird das mit modernsten Geräten ausgestattete Labor offiziell eröffnet.

Unterstützt durch Mittel des Grazer Unternehmens Anton Paar, das den größten Teil der industrieseitigen Finanzierung übernommen hat, sowie der Christian-Doppler-Forschungsgesellschaft und piCHEM R&D widmen sich Wissenschafter und Wissenschafterinnen der Karl-Franzens-Universität der angewandten Grundlagenforschung zum Einsatz von Mikrowellen in der Chemie. Die Aufmerksamkeit in der Kooperation mit dem Industriepartner piCHEM R&D gilt dem Einsatz von Mikrowellen in der Peptidsynthese. Gemeinsam mit der Firma Anton Paar soll ein Reaktor entwickelt werden, mit dem größere Flüssigkeitsmengen als bisher erhitzt werden können. Anton Paar ist der Spezialist auf jenen Gebieten, die in diesem Zusammenhang die größten technischen Herausforderungen darstellen: Sicherheit und die exakte Steuerung von Druck und Temperatur.

Speziell für wissenschaftliche Zwecke optimierte Geräte ermöglichen heute eine sehr schnelle sowie extrem hohe Erhitzung von Reaktionsgemischen und damit eine enorme Beschleunigung chemischer Prozesse. "Pro Sekunde lässt sich ein Temperaturanstieg um bis zu zehn Grad Celsius erreichen; eine Erhöhung der Reaktionstemperatur um zehn Grad halbiert wiederum die Reaktionszeit", erklärt Kappe. "Das kann bedeuten, dass eine Reaktion statt mehrere Tage nur mehr wenige Minuten dauert." Ein Vorteil, den vor allem die Pharmaindustrie zu schätzen weiß.

"Obwohl die Mikrowelle mittlerweile in fast jedes Labor Einzug gehalten hat, sind die theoretischen Grundlagen aber noch sehr wenig erforscht", erklärt Oliver Kappe ein Aufgabengebiet seines Teams im Christian-Doppler-Labor. Die Chemiker und Chemikerinnen untersuchen die Prinzipien, die der "phänomenalen" Erhitzung zu Grunde liegen -in anderen Worten: warum sie funktioniert, wie sie funktioniert. Gleichzeitig soll die Frage beantwortet werden, ob durch Mikrowellen auch noch andere Effekte auftreten, wie zum Beispiel die Bildung alternativer Reaktionsprodukte.

Eröffnung des Christian-Doppler-Labors für Mikrowellenchemie: 17. Jänner 2007, 11:00 Uhr, Meerscheinschlössl der Universität Graz, Mozartgasse 3, 8010 Graz

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